Heizung

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franzm
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Heizung

Beitrag von franzm » 13.05.2019, 15:16

letzte Woche waren wir auf Sardinien und streckenweise war es ganz schön kühl, auch die Wohnung war noch ziemlich ausgekühlt, so dass wir unseren Elektroheizkörper im Dauereinsatz hatten. Das funktionniert ganz gut, verbraucht aber halt wirklich viel Strom. Deshalb überlege ich mir eine Wärmepumpe, also einen Inverter mit Klimafunktion einbauen zu lassen. So als Splitgerät: ein Teil draußen, ein Teil drin. Ich hatte mich mal für mein Haus zu Hause erkundigt, aber hier bei uns (also in Deutschland) war der zu überbrückende Temperaturunterschied zu hoch, so dass der Wirkungsgrad (Verhältnis abgegebene Wärme durch reingesteckte Energie) rapide nach unten geht. Auf Sardinien ist das natürlich ganz anders, da müssen letztlich nur ein paar Grad überbrückt werden. Das müsste der ideale Anwendungsfall für so ein Gerät sein.
Hat da jemand Erfahrungen damit? Weiß jemand, wie laut das Außenteil ist? Heizt das gut? Ist der Wirkungsgrad wirklich so gut (also die Betriebskosten so niedrig), wie es die Theorie suggeriert?
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Re: Heizung

Beitrag von Su Corvu » 13.05.2019, 15:37

Für die Jahreszeit ist es ungewöhnlich kalt und regnerisch, zuletzt war dies so im Jahr 1958.
Deswegen würde ich mir aber nicht gleich ein neues Heizsistem kaufen. Wir kommen (bei 3° kälter als in Budoni) mit unserem Holz-Kaminofen gut über die Runden. Holz ist übrigens der preiswerteste Brennstoff im Vergleich zu Gas oder gar Elektrizität.
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Re: Heizung

Beitrag von franzm » 13.05.2019, 15:50

Su Corvu hat geschrieben:
13.05.2019, 15:37
Für die Jahreszeit ist es ungewöhnlich kalt und regnerisch, zuletzt war dies so im Jahr 1958.
Deswegen würde ich mir aber nicht gleich ein neues Heizsistem kaufen.
Damit hast Du sicher recht! Nicht gleich beim ersten Mal die Nerven verlieren!

Mich würden dennoch Erfahrungen von Inverter-Benutzer interessieren, da auch der Kühlungseffekt mittelfristig sicher von Interesse sein kann.
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Re: Heizung

Beitrag von Atlantis » 13.05.2019, 19:04

Das von Franz genannte System erzeugt keine giftigen Abgase und ist daher selbstverständlich der Verbrennung von Holz vorzuziehen. Holz, das sind Wälder, ist/sind nicht preiswert verheizt. Wer denkt, dass der Preis nur aus dem Geld bestünde, das man für eine Sache direkt gibt, der denkt nicht weit. Wer in der Lage ist, ein abgasfreies System zu installieren, sollte nicht zögern, dieses System zu installieren. Der Rest nimmt Erdöl, -gas oder elektrischen Strom bis die Technik soweit ist, jedem Menschen ein von giftigen Abgasen freies System zu ermöglichen.

Hier sind doch keine "Klimaretter" unterwegs, die, ohne Ahnung von Naturwissenschaft und insonderheit Erdgeschichte zu haben, den Begriff "CO2" verwendeten?
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Re: Heizung

Beitrag von Sardinienfan » 13.05.2019, 20:03

Ich quassel ja wenig mit, aber über solche "tollen Beiträge" wie diesen gerade hier, bin ich immer hellauf begeistert. OMG und DANKE
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Re: Heizung

Beitrag von Giro » 13.05.2019, 22:42

Für Sardinien eine fast perfekte Lösung
Unsere Wärmepumpe hat erst Probleme ab -5 Grad.
Die Geräte stehen grundsätzlich draußen.
Über eine Lüftung werden die Räume gekühlt oder geheizt.
Ein Wärmetauscher ermöglicht uns noch eine Fußbodenheizung damit zu betreiben.
Du stellst auf Automatik zB.21 Grad ein und die Anlage versucht diese Temperatur zu erreichen.
Beim anlaufen ist die Anlage sehr Laut. Eine Schallisolierung ist nicht möglich.
Die Bedienung ist sehr einfach und Komfortabel
Der Preis der Neuanschaffung ist im Vergleich hoch.
Die Wartungskosten sind nicht zu vergessen.
Unsere Anlage wird mit Erdgas betrieben und ist sehr sparsam .
Die höheren Anschaffungskosten sind schnell wieder herrein geholt .
Bei minus Graden wird zusätzlich ein kleine Elektroheitzung betieben, die das vereisen der Anlage verhindert.
Wir sind sehr zufrieden und haben uns auch schon überlegt, falls wir mal komplett nach Sardinien ziehen dort solch eine Anlage zu installieren.
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Re: Heizung

Beitrag von Su Corvu » 14.05.2019, 10:53

Über die angeblich umweltbelastenden Auswirkungen des Heizens mit Holz wird leider viel Unsinn verbreitet. Richtig ist, dass die Holzverbrennung eine hervorragende Klimabilanz aufweist (Quelle: Umweltbundesministerium 2017: Emissionsfaktoren erneuerbarer Energieträger).
Beim Verbrennungsvorgang wird nur so viel umweltschädliches CO2 wieder an die Umwelt abgegeben, wie der Baum während seines Wachstums aufgenommen hat. Dabei spielt es in Sachen CO2-Ausstoß keine Rolle, ob der „Baum“ verbrannt wird oder auf natürlichem Wege verrotten würde – die freiwerdende CO2-Menge ist dieselbe. Allerdings entsteht mehr Staub als bei anderen Energieträgern, daher sollte ein Filter montiert werden (wie in D. bereits vorgeschrieben).

Holz ist außerdem ein nachwachsender Rohstoff. Wir verbrauchen weniger Brennholz als auf unserem Grundstück nachwächst. Es stammt von abgestorbenen Ästen alter Olivenbäume und dem beim Veredeln alter Birnbäume (allein in diesem Jahr fast 40) anfallenden Holz. Und für den "Nachwuchs" sorgen unsere rund 30 angepflanzten Olivenbäume.

Und wer Holz kaufen muss: Der Preis beträgt die Hälfte etwa des Gaspreises. Umweltfreundlich ist zudem, dass das Holz in der Regel aus der Region stammt und somit keinen langen Transportwege anfallen.
Zuletzt geändert von Su Corvu am 14.05.2019, 16:52, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Heizung

Beitrag von eckart » 14.05.2019, 11:43

Sehr gerne wird ja auch Kombiniert, zum Beispiel mit Fotovoltaik.
Sardinien ist ja nun Sonnenverwöhnt und ich meine, das Villaggio erwärmt das Wasser für die Bäder damit.

Lohnen auch für den "normalen" Haushalt, oder ist der Anschaffungspreis zu hoch?
Frage also speziell für Sardinien: macht (Un)Sinn?
Meine Muttersprache ist deutsch - Ich bin EUROPÄER!
La mia lingua madre è il tedesco - Sono EUROPEO!
UND
Con Piacere im Westen Sardiniens,
a casa der Eckart Schuster (https://mein-tagebuch.de/)

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Re: Heizung

Beitrag von Su Corvu » 14.05.2019, 13:24

Noch eine Nachbemerkung: CO2 ist nicht giftig, das weiß jeder, der im Chemieunterricht nicht permanent geschlafen hat. CO2 trägt zur Erderwärmung bei, und dies seit Beginn der Industrialisierung. Schuld daran ist die damals einsetzende Verbrennung fossiler Brennstoffe.
CO2-Gase als "Gift" zu bezeichnen, ist eindeutig falsch und leistet Ängsten Vorschub.
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Re: Heizung

Beitrag von George M » 14.05.2019, 20:50

Wir haben auch eine solche Anlage im Haus. Die Pumpe im Freien ist relativ laut - insbesondere beim Anlaufen. Wir versuchen daher, den Betrieb zu "ungünstigen" Zeiten zu vermeiden, um die Nachbarn nicht allzu sehr damit zu beschallen. Sie ist mit Strom betrieben, der Verbrauch hält sich jedoch in Grenzen.

Wir haben uns schon mal die Anlage eines Pelletofens überlegt, sind dann jedoch davon abgekommen, da die Anlage - Sommer wie Winter - gut funktioniert und Räume sehr schnell auf Temperatur bringt Gut ist vor allem, dass hierdurch auch die Raumluft entfeuchtet wird, was bei der hohen Luftfeuchtigkeit ganz vorteilhaft ist. Bei einem einzeln stehenden Ofen in nur einem Raum des Hauses sehe ich insbesondere zur kalten Zeit die Gefahr des Feuchteniederschlags an den Wänden der nicht beheizten Räume, falls man doch mal die geheizte Luft "rüberlässt".

Die Bedienung ist einfach, zur Reparatur- und Wartungsanfälligkeit kann ich noch nichts sagen.

Viele Grüße
Michael

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