Brennholz

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Brennholz

Beitrag von Matta e Peru » 17.10.2018, 13:53

Hallo Forumsmitglieder,
bin der Stefan und lebe seit 2005 hier mit meiner Frau.
Dieses Jahr möchten wir mal wieder teilweise überwintern und benötigen Tips, wo man im Umkreis von Budoni brauchbares Brennholz, eventuell mit Lieferung bekommen kann. Hatten in den vergangenen Jahren immer wieder schlechte Erfahrungen bezüglich Menge/Qualität und Preis gemacht.
Über Tips und eventuell übliche Preise pro Quintale, würden wir uns freuen
Danke an euer Schwarmwissen
Stefan
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Re: Brennholz

Beitrag von sardi99 » 19.10.2018, 10:13

Hallo Stefan,
Ich hohle mir Pressholz - Tronchetti Eco - die Kiste mit 10 Kg. in der Gärtnerei Rosa Budoni.
Gruß Peter

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Re: Brennholz

Beitrag von Su Corvu » 21.10.2018, 12:19

Pressholz benutze ich nur ausnahmsweise (oder in kleinen Stücken zum Anzünden). Hartholzscheite beziehen wir von einem Verwandten, Franco Dalu, aus Tamarispa (von Brunella kommend in der Rechtskurve am Ortseingang von Tamarispa links hoch das erste Haus). Wir kaufen immer im Herbst, gute Qualität, er liefert immer frei Haus.
Zuletzt geändert von Su Corvu am 06.04.2019, 16:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Brennholz

Beitrag von Hans1 » 29.12.2018, 16:48

Mir ist keine andere Rubrik passend erschienen für den Beitrag. Wir haben keine Brennholz Sorgen mehr, ich habe heute 8000qm Wald gekauft, dass sollte die nächsten Jahre reichen, inkl. Aufforstung
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Re: Brennholz

Beitrag von Su Corvu » 30.01.2019, 10:49

Womit heizen?
Im RAI3 wurde heute eine interessante Untersuchung vorgestellt: In Italien gibt jeder Haushalt jährlich durchschnittlich 1.200 € für Gasheizung aus, auf Sardinien fällt die Gasrechnung noch höher aus (plus 30%).
Heizen mit Holz/Pellets (in einem modernen Kamineinsatz/Stahlkaminofen kostet 60% weniger!

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Re: Brennholz

Beitrag von Salamaghe » 30.01.2019, 12:14

Gasheizung auf Sardinien ist nicht so teuer wie immer angenommen. Wir haben eine Gasheizung und wir geben im Durchschnitt nicht soviel aus(inkl.den 30%).
Wir heizen, kochen und haben das Warmwasser über Gas.
Ich muss aber dazu sagen, wir haben ein neues Haus und gut isoliert. Mit Ytong gebaut.
Bei den älteren Häuser kommt die Rechnung wohl hin. Heutzutage muss man aber mit den Energiestandarts bauen.
Wir sind froh eine Gasheizung zu haben. Es ist überall warm und die schlepperei der Pelletsäcke fällt weg.
Bei der Berechnung der Pelletsäcke fallen auch noch Kosten für Strom und den Benzinpreis, die Säcke kommen ja nicht alleine zu einem.
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Re: Brennholz

Beitrag von Hans1 » 30.01.2019, 13:06

Wir haben eine Kombi- Heizung mit Holz und Gas. Für Duschen, Kochen ist Gas zuständig und zum Heizen beide. In erster Linie betreiben wir die Heizung mit Holz, damit wird das Wasser für unsere Heizkörper mit Gebläse aufgeheizt. Je nach Temperatur, kommen über Nacht vier Briketts rein und es herrscht 24 Stunden angenehme Wärme. Sollte der Ofen mal ausgehen, läuft die Heizung mit Gas, bis mit der Holzheizung die nötige Wassertemperatur wieder erreicht ist.
Funktioniert in unserer Höhe auch bei Minusgraden ganz gut.
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Re: Brennholz

Beitrag von Su Corvu » 30.01.2019, 16:27

Wer sich mit dem Gedanken trägt, einen Holzkamineinsatz/-Ofen zu kaufen, sollte folgendes beachten:

- Holz brennt von oben ab, nicht von unten, wie Kohle. Das heißt: Der Kamin/Ofen sollte eine "Top-Air"- Konstruktion sein, damit er gut funktioniert und wenig Holz benötigt. Der Kamin/Ofen muß also eine regelbare Frischluftzufuhr von den Seiten u. von oben haben. Diese Bedingungen erfüllen viele auf Sardinien angebotenen Öfen nicht, sie sind oft für die Verbrennung von Kohle konstruiert.
- Außerdem soll die Frischluftzufuhr von außen erfolgen, sonst wird sie dem Raum entzogen und bringt Sauerstoffmangel mit sich. Also muß man ein Luftrohr von außen in den Raum bauen, Durchmesser idealerweise wie der Querschnitt des Ofenrohrs, in meinem Fall 15 cm. Notfalls geht es auch mit weniger.
- Schließlich ist die Brennholzqualität wichtig: Wir kaufen nur noch beim Händler unseres Vertrauens, denn wir sind früher oft reingefallen. Beim Holz von unseren Bäumen reicht zum trocknen beim sardischen Klima ein Jahr.
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Re: Brennholz

Beitrag von Carlo » 31.01.2019, 13:50

Bei uns sieht das so aus:

Heizen, Wasser erhitzen sowie Kochen erfolgt im Winter mit Gas (Kochen ganzjährig). In der Übergangszeit oder für gemütliche Winterabende zuhause wird der Kamineinsatz im Wohnzimmer benutzt. Warmwasser ab dem Frühjahr bis Herbst mit Solarpanel (geduscht wird im Frühjahr und Herbst abends, dann ist das Wasser warm genug). Das Brennholz kommt überwiegend vom eigenen Grundstück. Ggfs. kaufen wir beim Brennholzhändler in Arzachena nach, 100 kg kosten 20€. Wie von Günther gesagt muss das Holz mindestens ein Jahr trocknen.

Insgesamt beheizen wir ca. 160 qm auf 1,5 Stockwerken und zwar immer recht gleichmässig damit keine Feuchtigkeitsschäden durch Kondensation auftreten. Das Haus ist gut isoliert (zweischaliges Mauerwerk mit dazwischenliegender Dämmung) und hat eine Dampf/-Windsperre auf der Nordwestseite (der Maestrale im Winter ist der größte „Wärmevernichter“). Unsere Gaskosten betragen bei diesem Nutzungsverhalten ca. 800€ im Jahr, ich finde das angemessen. Für das Gas haben wir eine unterirdische Bombolone, bestellt wird das Gas immer im Sommer, dann ist es etwas billiger.

Gruß Carlo
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Re: Brennholz

Beitrag von Su Corvu » 06.04.2019, 16:41

Da hier ein Nutzer pauschale Behauptungen über die umwelt- und gesundheitsschädlichen Folgen des Heizens mit Holz eingestellt hat, hier eine sachliche, differenzierte Argumentation:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/heizen-holz

Außerdem ist bezüglich der Insel zu beachten, dass es nur wenige Alternativen gibt: Nur Flüssiggas (GPL) oder Strom. Das Gas hat kaum umweltschädliche Emissionen, die fallen allerdings bei der Herstellung an, da dieses Gas ein "Abfallprodukt" der Erdölverarbeitung ist. Der Strom auf Sardinien kommt aus Kohlekraftwerken.
Die Methangas-Leitung aus Algerien gibt es noch nicht, und ob der ländliche Raum damit versorgt werden könnte, glaube ich nicht. Außerdem blockieren die 5 Stelle das Projekt aus populistischer Inkompetenz, Ängste schürend.
Fazit: Moderne Öfen/Kamineinsätze zur Holzverbrennung geeignet, regelmäßige Wartung u. nur Hartholz guter Qualität verbrennen (bei uns überwiegend von alten Oliven u. Birnbäumen auf unserem Grundstück, also nachwachsend).
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