Wie ich nach Sardinien kam

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Luna sarda
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Re: Wie ich nach Sardinien kam

Beitrag von Luna sarda » 29.10.2018, 18:53

Unser erster Sardinienurlaub Ende der 90iger Jahre war ins Wasser gefallen - wir konnten den geplanten Flug nicht antreten. Es war auch eher ein Zufall, dass wir nach vielen Reisen in den Süden endlich einmal auch auf diese Insel wollten. Den zweiten Versuch machten wir dann noch im gleichen Jahr per Fähre. Schon bei der Einfahrt in den Hafen von Olbia hatte ich ein unerklärlich starkes Gefühl, und der ganze Urlaub war irgendwie ganz anders als alle vorangegangenen der letzten Jahre am Mittelmeer.
Woran das lag - keine Ahnung - ich hatte einfach das Gefühl, 'angekommen ' zu sein. In den Tagen danach verstärkte sich das Gefühl immer mehr - vielleicht war es der Duft der Macchia, die vielfältige, wilde Landschaft, die unglaublichen Farben des Meeres, der teils raue Wind, die verschwenderisch blühende Natur, die unterschiedlichen Felsformationen oder die beeindruckenden Kaskaden - aber vielleicht auch die ursprüngliche Herzlichkeit der Menschen, die wir auf unserer Reise trafen und die lebendig gehaltenen Traditionen.
Wir fühlten uns beide vom ersten Tag an hingezogen zu dieser herrlichen Insel, und nachdem wir innerhalb von 3 Wochen so viel Interessantes erlebt hatten, schien uns nichts selbstverständlicher als der Wunsch, einmal hier zu leben.
So begannen wir bereits bei unserem zweiten Aufenthalt nach etwas Passendem zu suchen, was bei den Vorstellungen, die wir hatten, nicht gerade einfach war. Aber ein bisschen Glück gehörte auch dazu, und so verliebten wir uns nach zweijähriger Suche in ein Stück Land mit Blick aufs Meer - weit genug weg vom Touristenrummel und doch noch nahe genug an der 'lebenswichtigen' Infrastruktur eines kleinen Städtchens. Erfreulicherweise gab es als 'Dreingabe' auch noch einen Hafen in der Nähe. Als Wasserratte war es schon ein wichtiges Kriterium, nicht weit zum Strand fahren zu müssen und die Möglichkeit zu haben, mit dem Boot aufs Meer zu kommen.

Inzwischen leben wir seit über 10 Jahren hier, haben aber noch ein Standbein in Bayern. Wir haben unsere Entscheidung nie bereut, auch wenn die Bürokratie gewöhnungsbedürftig und die sich auftürmenden Schwierigkeiten manchmal unüberwindlich schienen. Unser großer Garten, der Olivenhain und das Leben inmitten der Natur entschädigen uns für Vieles, auch für die Menge der Arbeit auf einem derart großen Grundstück. Aber es ist auch herrlich, soviel Platz und damit 'Freiheit' zu haben!
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Karin (29.10.2018, 19:04) • Casa Sardegna (29.10.2018, 19:40) • Su Corvu (29.10.2018, 20:02) • franzm (29.10.2018, 22:05) • Laura (29.10.2018, 22:38) • futurestyling (30.10.2018, 08:51) • Tina Adler (03.11.2018, 14:24) • Hans1 (12.11.2018, 11:42)
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