Tierschutz auf Sardinien

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eckart
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Re: Tierschutz auf Sardinien

Beitrag von eckart » 20.09.2018, 11:54

Ich habe mal angefragt und diese Antwort erhalten:

leider in Italien passiert Misshandlung des Tieres sehr oft. Sehr Traurig!
Die Person, die sich bei dir gemeldet hat, muss unbedingt die Autorität kontaktieren und der Mann, der die Misshandlung betriff, anzeigen. Die Polizei oder Carabinieri müssen :!: vorbei kommen um den Tat zu prüfen.

Um präziser zu sein:

Um die Misshandlung eines Tieres anzuzeigen, muss den Polizeikräften Vorrang eingeräumt werden, die gesetzlich verpflichtet sind zu intervenieren und die Möglichkeit eines sofortigen Eingreifens haben:

- Haustier: Bericht an Polizia Locale oder Carabinieri

- wildes Tier: Anzeige bei der Polizei , bei der Staatspolizei oder bei der Guardia Forestale/ Carabinieri

Man könnte auch diese Assoziation kontaktieren: ENPA.Sie kennen sich aus und könnten gute Tipps geben.

- ENPA Cagliari kontakten:


http://www.enpa.it/it/dettaglio-sede.as ... rov=&type=

Ente Nazionale Protezione Animali
www.enpa.it
L'Ente Nazionale per la Protezione degli Animali (ENPA) è la più antica e la più grande associazione animalista italiana

ES IST ALSO WICHTIG FÜR SICH ERST EINMAL ZU ÜBERPRÜFEN: IST DER TATBESTAND DER MISSHANDLUNG GEGEBEN. WENN JA, MIT DEM BESITZER EIN GESPRÄCH SUCHEN UND BEI UNEINSICHTIGKEIT WIE OBEN BESCHRIEBEN VERFAHREN.

Zu sagen, ich kaufe Ihn Dir ab halte ich nicht für die Lösung.
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Re: Tierschutz auf Sardinien

Beitrag von Monte Nieddu » 20.09.2018, 12:02

In Brunella laufen mir beim Wasser tanken an der Quelle ständig Hunde entgegen, also mindestens 3 Straßenhunde, welche auch bis zur Bar laufen. Deshalb muss man in Brunella immer vorsichtig fahren, damit man keinen Hund erwischt.

In Solita bekomme ich immer der Grauen, hinten im Dorf mindestens 20 völlig verwahrloste Katzen, gefühlt werden es immer mehr. Schade.

Hier hat noch keiner was unternommen, um die Vermehrung der Tiere zu vermeiden.

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Re: Tierschutz auf Sardinien

Beitrag von Su Corvu » 20.09.2018, 13:02

Diese Hunde in Brunella sind keine streunenden Hunde, sondern gehören Leuten aus dem Dorf. Aufpassen muss man natürlich.

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Re: Tierschutz auf Sardinien

Beitrag von Orientale Sarda » 20.09.2018, 17:58

Was ist "helfen"?
Hunde - oder wie bei uns Katzen - füttern damit die armen Tiere nicht verhungern?
Das Problem haben wir hier im Ort.
Wir haben eine (deutsche) die jeden Tag mit ihren Auto rumfährt und Katzen füttert. Laut eigenen Aussagen für über 1000€ im Jahr!
Wozu führt das?
Die Katzen merken, dass Nahrung im Überfluss vorhanden ist und bekommen mehr junge (das ist ein normaler Mechanismus der Natur)
Dementsprechend viele Katzen laufen hier rum. Ungepflegt, scheu, teilweise regelrecht wild und auch krank.
Sinnvoll wäre, sie sterilisieren zu lassen. Das verursacht aber imense Kosten und - mal im ernst - hast du schon mal versucht enie wilde Katze einzufangen? Viel Spass dabei und vergiss nicht Unmengen an Jod mitzunehmen... Katzen sind eben Raubtiere...

Ähnlich sehe ich das bei Hunden, egal ob wild oder "Nachbar".
Wenn du den Hund fütterst, was hält ihn denn davon ab, sich einen zweiten zuzulegen? Kostet ja nichts... b.z.w. die dumme Deutsche zahlt ja...

Übrigens bin ich bei den "armen Kindern aus Afrika" genau der gleichen Meinung...
Wenn ihr mal mit offenen Augen durch EURE Nachbarschaft geht findet ihr im übrigen bestimmt auch einige Kinder, die Unterstützung brauchen könnten (und sei es nur, grammatikalisch halbwegs akzeptabeles Deutsch zu lernen...)

Ok, jetzt mögen mich wieder einige nicht mehr - muss ich wohl durch...
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Ok, mag sein, das deine Meinung richtig ist.
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Re: Tierschutz auf Sardinien

Beitrag von Salamaghe » 20.09.2018, 18:32

Das ist deine Meinung und das ist auch gut so. Ich denke das sieht jeder anders. Man kann leider nicht alle retten. Nur wenn ich eine Lebewesen sehe das Hilfe braucht, dann helfe ich.
Ich finde das füttern der Katzen im Urlaub auch nicht gut. Wenn die Leute weg sind, was ist dann?
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Re: Tierschutz auf Sardinien

Beitrag von Casa Sardegna » 20.09.2018, 20:04

Vielleicht hilft es, wenn wir die Begriffe"Tierschutz" und "Tierquälerei" verwenden.

Wenn jemand Tiere quält, muss dem Tier geholfen und die Person bestraft werden. Tierquälerei ist auch in Italien verboten. Dazu gibt es zuständige Behörden für Kontrolle und Vollzug, nicht jedoch der Bürger in Eigenregie. Ob die Behörden nach deutschen Massstäben schnell und hinreichend genug handeln, kann man diskutieren. Wir haben in Deutschland jedenfalls ein anderes Verständnis von Handlungsgeschwindigkeit (Ausnahmen siehe Presse von heute in Sachen Lebensmittelkontrolle in Bayern).

Wenn ich allerdings Selbstjustiz über, indem ich dem Tier Futter hinstelle ( was nicht heißen soll, es vor dem akuten Verhungern zu retten), so wird es dem Tier vielleicht, dem Täter aber immer nützen. Der Täter hat jedenfalls keinen Grund, sein Verhalten zu ändern, solange ich ihn nicht wg. Tierquälerei anzeige. Das gilt auch auf Sardinien.

Das Retten von Tieren mit "Adoptionsteltern" in Deutschland löst das Problem jedenfalls nicht. Dafür werden eben genug neue Tiere gezeugt (siehe Beitrag von Orientale Sarda). Das Geld fuer Sterilisieren statt für Futtersäcke einzusetzen wäre da sinnvoller.

Trotzdem Hut ab, dass sich hier einige so engagiert zeigen, was den Tierschutz angeht.
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Re: Tierschutz auf Sardinien

Beitrag von eckart » 21.09.2018, 07:19

>>>>>Deshalb muss man in Brunella immer vorsichtig fahren, damit man keinen Hund erwischt. <<<<

Das muss man auf der ganzen Insel. Nicht nur Betreff Hunde. Neben Ziegen haben vor mir auch schon Rehe die Strassen gequert. Immer da, wo man es am wenigsten vermutet hätte.
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Re: Tierschutz auf Sardinien

Beitrag von Orientale Sarda » 21.09.2018, 07:59

Salamaghe hat geschrieben:
20.09.2018, 18:32
Das ist deine Meinung und das ist auch gut so. Ich denke das sieht jeder anders. Man kann leider nicht alle retten. Nur wenn ich eine Lebewesen sehe das Hilfe braucht, dann helfe ich.
Ich finde das füttern der Katzen im Urlaub auch nicht gut. Wenn die Leute weg sind, was ist dann?
...manchmal ist es auch Hilfe, wenn man ein Lebwesesen einfach sterben lässt. Hört sich vieleicht etwas brutal an, ist aber einfach eine Tatsache. Vor der wird übrigens nicht mal beim Menschen halt gemacht. Thema Sterbehilfe...

Was das füttern durch Urlauber angeht: Wir haben einen hübschen gesunden, schlanken Kater - vor der Saison...
Nach der Saison müssen wir den erst einmal auf Diät setzen, damit er nicht völlig verfettet - er ist uns gegenüber dann immer recht ungehalten.
WAS gibt ANDEREN das Recht, MEINEN Kater krank zu füttern?
Ok, mag sein, das deine Meinung richtig ist.
...meine gefällt mir trotzdem besser :lol:

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Re: Tierschutz auf Sardinien

Beitrag von Orientale Sarda » 21.09.2018, 10:51

eckart hat geschrieben:
21.09.2018, 07:19
>>>>>Deshalb muss man in Brunella immer vorsichtig fahren, damit man keinen Hund erwischt. <<<<

Das muss man auf der ganzen Insel. Nicht nur Betreff Hunde. Neben Ziegen haben vor mir auch schon Rehe die Strassen gequert. Immer da, wo man es am wenigsten vermutet hätte.
...und wenn nicht die Kuh auf der Strasse steht, dann möglichereise ihre HInterlassenschaften!
Glaubt mir, ein, möglicherweise sogar noch frischer, Kuhfladen unter dem Hinterrad versaut dir auf dem Motorrad die geilste Schräglage... :shock:
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Re: Tierschutz auf Sardinien

Beitrag von Monte Nieddu » 21.09.2018, 16:01

eckart hat geschrieben:
21.09.2018, 07:19
>>>>>Deshalb muss man in Brunella immer vorsichtig fahren, damit man keinen Hund erwischt. <<<<

Das muss man auf der ganzen Insel. Nicht nur Betreff Hunde. Neben Ziegen haben vor mir auch schon Rehe die Strassen gequert. Immer da, wo man es am wenigsten vermutet hätte.
Es ging mir um Brunella, ich meinte nicht die Insel in ihrer Gänze. In Brunella habe ich noch nie Ziegen oder Rehe angetroffen :D Wäre dennoch möglich... :roll:

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