Autunno in Barbagia
- Luna sarda
- Experte
- Beiträge: 1946
- Registriert: 28.10.2018, 13:57
- Been thanked: 1 time
- Kontaktdaten:
Re: Autunno in Barbagia
Geflügeltes Wort: "e poi? Le patate di Gavoi!"
Sind aber echt sehr gut..,
Sind aber echt sehr gut..,
L'abitudine è la più brutta delle malattie. Ti fa accettare di tutto, anche di non essere felice!
-
Salamaghe
- Experte
- Beiträge: 1251
- Registriert: 21.07.2018, 18:40
- Wohnort: Budoni
- Has thanked: 79 times
- Been thanked: 180 times
- Kontaktdaten:
Re: Autunno in Barbagia
Wir waren heute in Nuoro. Ich fand es sehr schön. In der Altstadt von Nuoro, die ich auch noch nicht kannte.
Die kleinen Gassen und verwinkelte Ecken. Viel Musik, viel zu sehen. Unteranderem sind dort einige Ausstellungen . Dann gab es noch einen kleinen Trödelmarkt. Mir hat es gefallen, aber ich mag ja auch Nuoro.
Die kleinen Gassen und verwinkelte Ecken. Viel Musik, viel zu sehen. Unteranderem sind dort einige Ausstellungen . Dann gab es noch einen kleinen Trödelmarkt. Mir hat es gefallen, aber ich mag ja auch Nuoro.
- Carlo
- Experte
- Beiträge: 1067
- Registriert: 14.01.2019, 00:46
- Wohnort: Arzachena
- Has thanked: 6 times
- Been thanked: 347 times
- Kontaktdaten:
Re: Autunno in Barbagia
Wir waren am letzten Wochenende in Atzara - und hatten Glück, es hat nur am Samstag am frühen Abend ein Stündchen geregnet. Der Samstag Nachmittag war recht ruhig, wenig Besucher und ausreichend Zeit mit dem einen oder anderen Protagonisten ein Schwätzchen zu halten. Nette Sachen aus Schafwolle, Dolci mit Saba (konzentrierter Traubensaft), schöne Taschen/Rucksäcke mit traditionellen Mustern und - ein Schaukelschaf als Alternative zum Schaukelpferd. Ein Einzelstück eines Schreiners, der auch geschnitzte Kinderwiegen im Angebot hatte. Dazwischen einige Innenhöfe mit meist von der Mama oder Nonna gekochten einfachen Gerichten, selbst hergestellt angefangen vom Brot über die Ravioli bis zu den Dolci. Die Begleitung durch den durchweg guten Mandrolisai hat dafür gesorgt, dass wir den Regenguss bei einem Schläfchen im B&B überlebt haben. Danach Abendessen im Agriturismo „Su Connottu“. Angenehm: es wurde kein starres Menü angeboten - bei dem wir i.d.R. schon nach den Antipasti satt sind - sondern man konnte aus der Speisenfolge auswählen. Danach zurück ins Dorf und der Sturz ins „Nachtleben“. Spontane Auftritte von Sängern, Musiker mit ihren Launeddas, Tanzgruppen und ein Besuch im Museum „Ortiz“. Dazwischen immer wieder spontane Einladungen zu einem Glas Wein. Am Sonntag Morgen war es ab 10:30h schon deutlich voller aber keine Schlangen und kein Gedränge. Die oben genannten Gruppen traten wieder an verschiedenen Plätzen oder in den Höfen der Weingüter auf, eine sehr schöne Stimmung. Oft konnte man auch bei der Herstellung der angebotenen Speisen und Waren zuschauen. Nach einem Besuch des „Parco archeologico Biru 'e Concas“ ging es zurück in den Norden.
Ich habe etwas ausführlicher geschrieben, wie wir dieses Wochenende der Cortes Apertas erlebt haben. Es war nichts „Spektakuläres“ aber viele persönliche Kontakte und die Freude und den Stolz der Sarden auf ihre Kultur und ihre Tradition zu erleben war eindrücklich. Natürlich waren auch kommerzielle Elemente dabei aber wenn der Wein schmeckt und der Preis stimmt kann ich darin nichts Schlimmes sehen. Und ein handgefertigtes Schaukelschaf für 100€ war zwar nicht billig aber preiswert. Das ausführliche Frühstück gemeinsam mit den Gastgebern im B&B hat das Ganze abgerundet.
Gruß Carlo
Ich habe etwas ausführlicher geschrieben, wie wir dieses Wochenende der Cortes Apertas erlebt haben. Es war nichts „Spektakuläres“ aber viele persönliche Kontakte und die Freude und den Stolz der Sarden auf ihre Kultur und ihre Tradition zu erleben war eindrücklich. Natürlich waren auch kommerzielle Elemente dabei aber wenn der Wein schmeckt und der Preis stimmt kann ich darin nichts Schlimmes sehen. Und ein handgefertigtes Schaukelschaf für 100€ war zwar nicht billig aber preiswert. Das ausführliche Frühstück gemeinsam mit den Gastgebern im B&B hat das Ganze abgerundet.
Gruß Carlo
- Carlo
- Experte
- Beiträge: 1067
- Registriert: 14.01.2019, 00:46
- Wohnort: Arzachena
- Has thanked: 6 times
- Been thanked: 347 times
- Kontaktdaten:
Re: Autunno in Barbagia
Wir waren an diesem Wochenende in Belvì zum Autunno in Barbagia. Entgegen der Wettervorhersage hat es nicht geregnet und die Temperatur war angenehm. Der Samstag Nachmittag war lebhaft aber es war nicht voll. Gefühlt in fast jedem Haus und an den Ständen auf der Hauptstraße und den angrenzenden Gassen gab es etwas zu sehen, von lokalen Süßigkeiten über Holzschnitzereien, Web- und Schmuckarbeiten bis hin zu Bergen von frischen Nüssen, Kastanien und Unmengen von Pilzen. Die Kastanien wurden in einer riesigen Pfanne unterhalb der Piazza geröstet und kostenlos unter das Volk verteiltInternationales Publikum war nur wenig zu sehen, neben den Einheimischen gab es viele Sarden und Italiener. Zeit zum Plausch mit den Einheimischen gab es genug, Tänze und Musik rundeten das Programm ab. Am Sonntag wurde es gegen Mittag voller.
Besonders beeindruckt hat uns eine junge Frau, die in ihrem Laboratorio hinter dem Laden mit Hingabe und Stolz lokale Süßigkeiten und Teigwaren herstellt, ein Besuch bei den „Sabores Antigos“ lohnt sich.
Insgesamt ein Angenehmer Aufenthalt in einer schönen Atmosphäre und freundlichen Menschen.
Gruß Carlo
Besonders beeindruckt hat uns eine junge Frau, die in ihrem Laboratorio hinter dem Laden mit Hingabe und Stolz lokale Süßigkeiten und Teigwaren herstellt, ein Besuch bei den „Sabores Antigos“ lohnt sich.
Insgesamt ein Angenehmer Aufenthalt in einer schönen Atmosphäre und freundlichen Menschen.
Gruß Carlo
-
Salamaghe
- Experte
- Beiträge: 1251
- Registriert: 21.07.2018, 18:40
- Wohnort: Budoni
- Has thanked: 79 times
- Been thanked: 180 times
- Kontaktdaten:
Autunno in Barbagia
Jetzt finden ja wieder die Herbstfeste in der Barbagia an.
Autuno in Barbagia oder Cortes Apertas.
Ich bin ein Fan von diesen Festen und wir haben in den letzten Jahren schon viele besucht.
Wie findet ihr diese Feste? Haben viele von euch sie schon besucht? Mögt ihr lieber die "großen" wie Oliena, Orgosolo, Desulo? Oder lieber die "kleineren"
Mir gefallen die kleinen Dörfer immer besser. Ich finde es immer faszinierend was die Leute auf die Beine stellen und wie liebevoll sie es herrichten.
Berichtet doch mal was euch gefallen hat?
Autuno in Barbagia oder Cortes Apertas.
Ich bin ein Fan von diesen Festen und wir haben in den letzten Jahren schon viele besucht.
Wie findet ihr diese Feste? Haben viele von euch sie schon besucht? Mögt ihr lieber die "großen" wie Oliena, Orgosolo, Desulo? Oder lieber die "kleineren"
Mir gefallen die kleinen Dörfer immer besser. Ich finde es immer faszinierend was die Leute auf die Beine stellen und wie liebevoll sie es herrichten.
Berichtet doch mal was euch gefallen hat?
- Carlo
- Experte
- Beiträge: 1067
- Registriert: 14.01.2019, 00:46
- Wohnort: Arzachena
- Has thanked: 6 times
- Been thanked: 347 times
- Kontaktdaten:
Re: Autuno in Barbagiam
Vor etwa 10 Jahren z.B. war Gavoi unser Hit, der Besuch einer Bäckerei für pane carasau, Käseherstellung, eine Messerwerkstatt, gutes Essen in den Hinterhöfen und zahlreiche Kunsthandwerker mit sehr individuellen Arbeiten, in den Jahren danach wurde es immer lustloser, austauschbare Angebote, das Flair war weg, mittlerweile waren wir schon einige Jahre nicht mehr dort. Wir gehen gerne z.B. nach Atzara, begeisterte und begeisternde Menschen, mit viel Engagement, die Oma kocht noch und man isst im Innenhof des Hauses. Vor allem der Mandrolisei hat es uns angetan, wir sind immer wieder begeistert, vor allem am Sonntag Abend wenn die Besucher weg und die Einheimischen unter sich tanzen und singen fühlen wir uns wie auf Sardinien vor 40 Jahren.
Bitti hat uns nicht gefallen, ein einziges Gedränge, schlechtes Craftbeer und noch schlechterer Wein, einmal hat uns gereicht. Belvi hingegen war ein nettes Fest, lebhaft mit Engagement z.B. Ester in ihrer Manufaktur Sapores Antigos oder Essen und Service im Ristorante Edera unter der Chefköchin Marianna. Nett auch das kleine, ruhige Fest in Onani, die Herstellung antiker Paste wurde von jungen Mädchen mit Stolz und Ehrgeiz gezeigt, dazu lokale Musiker und auch hier eine Bäckerei für Carasau und Ähnliches.
So könnte ich weiter schreiben, aber unsere Vorliebe ist klar - eher die kleineren Orte mit viel Flair und Kontakt zu Einheimischen, die stolz darauf sind, dass sich Fremde für den Ort und die Menschen interessieren.
Gruß Carlo
p.s. wollte es eigentlich gar nicht schreiben - dieses Jahr gehen wir u.a. nach Lodine, ein Ort mit 300 Einwohnern.
Bitti hat uns nicht gefallen, ein einziges Gedränge, schlechtes Craftbeer und noch schlechterer Wein, einmal hat uns gereicht. Belvi hingegen war ein nettes Fest, lebhaft mit Engagement z.B. Ester in ihrer Manufaktur Sapores Antigos oder Essen und Service im Ristorante Edera unter der Chefköchin Marianna. Nett auch das kleine, ruhige Fest in Onani, die Herstellung antiker Paste wurde von jungen Mädchen mit Stolz und Ehrgeiz gezeigt, dazu lokale Musiker und auch hier eine Bäckerei für Carasau und Ähnliches.
So könnte ich weiter schreiben, aber unsere Vorliebe ist klar - eher die kleineren Orte mit viel Flair und Kontakt zu Einheimischen, die stolz darauf sind, dass sich Fremde für den Ort und die Menschen interessieren.
Gruß Carlo
p.s. wollte es eigentlich gar nicht schreiben - dieses Jahr gehen wir u.a. nach Lodine, ein Ort mit 300 Einwohnern.
- eumel
- Experte
- Beiträge: 581
- Registriert: 19.07.2018, 10:44
- Wohnort: Friedrichshafen/Posada
- Has thanked: 143 times
- Been thanked: 30 times
- Kontaktdaten:
Re: Autuno in Barbagia
Im Prinzip gefallen mir auch die kleineren Orte besser, aber ich tue mich tatsächlich schwer, die O-Orte auseinander zu halten. Orani, Ottana, Onani... und Oliena, sowohl groß als auch bekannt hat mir auch gut gefallen.
Lula war auch schön, dagegen fand ich Dorgali sehr kommerziell (obwohl ich mir dort eine wunderschöne Ledertasche gekauft habe, die nach 10 Jahren immer noch in Gebrauch ist)
Irgendwie hat jeder Ort seine Besonderheiten, man muss sie nur finden - oder suchen?
Ich liebe die cortes apertas.
Lula war auch schön, dagegen fand ich Dorgali sehr kommerziell (obwohl ich mir dort eine wunderschöne Ledertasche gekauft habe, die nach 10 Jahren immer noch in Gebrauch ist)
Irgendwie hat jeder Ort seine Besonderheiten, man muss sie nur finden - oder suchen?
Ich liebe die cortes apertas.
-
Salamaghe
- Experte
- Beiträge: 1251
- Registriert: 21.07.2018, 18:40
- Wohnort: Budoni
- Has thanked: 79 times
- Been thanked: 180 times
- Kontaktdaten:
Re: Autuno in Barbagia
Gar nicht gefallen hat mir Mamoiada. Dachte dort sieht man die Anfertigung der Masken, war aber nicht so, weil der Schwerpunkt auf dem Essen liegt.Waren dann im Museum, was sehr interessant war. In Ottana haben wir dann bei der Anfertigung zu gesehen.
Sehr schön fand ich Otueri, das Dorf war liebevoll geschmückt. Olzai mit der alten Mühle war sehr schön. Auch das Dorf mit den Kanälen.
Dieses Jahr möchten wir nach Lodine, Meana Sardo, Fonni.
Sehr schön fand ich Otueri, das Dorf war liebevoll geschmückt. Olzai mit der alten Mühle war sehr schön. Auch das Dorf mit den Kanälen.
Dieses Jahr möchten wir nach Lodine, Meana Sardo, Fonni.
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast
