Geschichten von der Insel

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eckart
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Re: Geschichten von der Insel

Beitrag von eckart » 11.08.2019, 16:17

Danke für die ehrlichen Meinungen. Ist natürlich alles Geschmacksache. Bei der Schrift hatte ich keinen Einfluss. Ebenso wenig welche Stadt er namentlich nennt. Die war des Künstlers Entscheidung. Zu bedenken: es ist alles gesprüht. Ich würde mir dies nicht zutrauen.

Werbung / Sponsoring
Also an erster Stelle steht da die ganze Insel Sardinien! Sie ist immer eindeutig, auch beim Vorbeifahren klar zu erkennen. Bekomme, bekam ich etwas von den sardischen Behörden? Natürlich nicht. Muss jetzt auch ganz höllisch immer Aufpassen. Muss mich benehmen. :D Zu schnelles fahren zum Beispiel. Weiß doch jeder nun wer das ist, ich kann mich da schlecht raus Reden :D Ist ja ein Unikat

Natürlich ist es auch Werbung für den Ort / Unterkunft. Das Sabbie ist ein 2 Sterne Hotel und der mittlere Westen hat nicht so viele Besucher wie die anderen Küstenregionen. Ich bin der Familie Filices sehr freundschaftlich verbunden. Seit 2009 besuchen wir sie jedes Jahr 2x im Durchschnitt. Und wenn ich hier auf Google Maps Sardinien eingebe: so erscheint beim Sabbie ein Stern. So kam ich auf die Idee meinen Lieblingsort auch zu kennzeichnen. Und mit den Aussagen am Ende des Autos wird das eine runde Sache.

Und somit ist es auch eigene Werbung. Aufgrund der Angabe meiner Homepage erhalte ich Anfragen aus der ganzen Welt. Auf einem meiner Autos stand mal meine Telefonnummer /Handy. Haben Sie mich beim Vorbeifahren angerufen (A1) und Fragen gestellt. Aber mehr Patienten erhalte ich dadurch nicht.

Bleibt noch zum Schluss die Versicherung. So ein auffälliges Auto wird wahrscheinlich nicht sofort gestohlen. Aber der Autobauer hat da sowieso schon viele Hürden eingebaut. Bis hin zur Eingabe der PIN, also wie bei der EC Karte. Und eventuell gibt es einen Sardinien Liebhaber, der nun meint es in seiner Garage zu haben. Als "Kunstwerk" ;) Fazit: von der Versicherung ist auch nichts zu erwarten :( .

Es ist also wirklich nur für meine Seele so richtig gut! Und Ihr, auf Sardinien lebende und/oder in Sardinien verliebte, hattet die Ehre mein Glück mitzuerleben.

Und dies empfinde ich als eine nette Geschichte :D (was aber jedem nun auch wieder anders empfinden kann ;) )
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Re: Geschichten von der Insel

Beitrag von Luna sarda » 11.08.2019, 17:09

Geschichte von der Insel? Na ja...
Wie Giro angemerkt hat, auf einem Wohnmobil könnte ich mir so etwas schon eher vorstellen!
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Re: Geschichten von der Insel

Beitrag von Susanna » 11.08.2019, 17:31

Ich lese jetzt schon lange diese kleinen Spitzen zwischen manchen Leuten mit und denke dann immer

... wo ist eure sardische Gelassenheit? Nie würden Sarden so miteinander umgehen .. ihr bringt diese ganze deutsche Rechthaberei und Kleinmütigkeit auf diese schöne Insel. Klar ist es ein deutsches Forum, aber muss es wirklich so sehr deutsch sein??

Leben und Leben lassen und auch mal was so stehen lassen können wäre schön(er)
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Re: Geschichten von der Insel

Beitrag von futurestyling » 11.08.2019, 21:12

Dann beschließe ich für mich den Sonntag mit einer"Geschichte"!
Wir schreiben das Jahr 1986,12 Mann haben beschlossen einen Tauchurlaub auf Sardinien zu verbringen und haben vorab alles akribisch geplant.
Fahrzeuge(3),Tauchausrüstung mit Kompressor, Mannschaftszelt,Unterkunft bzw.Zeltplatz,Motorboot,Fährentickets über das Reisebüro, Anfahrtswege etc.
Dann fiel kurz vor Reiseantritt Einer aus.
Jetzt komme ich ins Spiel.Habe zwar von den ganzen Reisevorbereitungen fast alles durch meinen Vater mitbekommen,stand aber plötzlich mittendrin,da man beschloss mich dafür mitzunehmen.
Wir schlugen an einer Bucht von Porto Pozzo unser Zelt auf,das Grundstück gehörte einem Bauern,ca.10 Fahrminuten entfernt,wo wir auch unseren Kompressor stehen hatten.
Hatten uns bis zum frühen Nachmittag eingerichtet und fuhren zum Bauern hinauf.Da gab es bei Jause und Wein einiges zu besprechen,und Herbert fragte dabei was die Bohrmaschine am Grundstück,ca.200 Meter entfernt, soll.
Wir bohren hier einen Brunnen,soll in ca. 30 Metern Wasser geben,sagte der Bauer.
Herbert fragte warum so weit vom Haus weg,worauf er zur Antwort bekam das es erst da unten Wasser geben soll.
Herbert bot sich an am Morgen das Grundstück abzugehen um nach Wasser zu suchen.
Wir fuhren schon um 6h früh zum Bauern hoch,bis auf Herbert und mich gingen alle zum Tauchen.
Ich wäre zwar gerne zum Tauchen gegangen,aber ich wollte lieber beim Wünschelrutengehen dabei sein,da ich das damals für absolute Scharlatanerie hielt.
Herbert ging fast 3 Stunden den ganzen Bereich in der Nähe des Hauses ab,bis er entschieden sagte,"hier,in ca 5-10 Metern"!
Daraufhin entwickelte sich eine heftige Diskussion, die bis in die späten Abendstunden anhielt.
Am nächsten Tag fuhren wieder hinauf um unsere gefüllten Tauchflaschen zu holen,nur Herbert blieb oben.
Als wir am Abend zurückkamen rannte uns der Bauer schon von Weitem entgegen, und schrie nur"aqua,aqua!
Der Bauer lies wirklich nach langem hin und her an der von Herbert bezeichneten Stelle graben und sie wurden in 7 Metern Tiefe,nur ca.5-6 Meter vom Haus entfernt fündig!
Den Abend brauch ich Euch nicht zu beschreiben,das kann sich jeder selbst ausmalen.Nur soviel,am nächsten Morgen konnten wir nicht zum Tauchen!
Noch schönen Sonntag,Helmut
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Re: Geschichten von der Insel

Beitrag von leerotor » 12.08.2019, 11:56

hallo
also irgendwie versteh ich das nicht.....wenn ihr am abend so viel frisches wasser aus dem neuen brunnen getrunken habt, warum kann man dann nicht zum tauchen?
oder habt ihr ein geheimes filu e ferru Depot angebohrt?
mfg felix
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wenn alle so perfekt wären wie ich, wäre dass eine ganz fade welt

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Re: Geschichten von der Insel

Beitrag von Susanna » 12.08.2019, 12:46

Meine Geschichte, warum ich in Sant`Antioco meine zweite Heimat habe:

Es war Ende Oktober vor knapp zehn Jahren und es war schon ganz schön kalt. Also fuhren meine Tochter und ich ganz in den Süd-Westen der Insel, weil da besseres Wetter angekündigt war. Schon als wir über die Brücke auf die kleine Schwesterinsel fuhren, schaute uns das Städtchen so freundlich entgegen. Wir tranken einen Kaffee am Lungomare und fragten die Besitzer, ob sie ein B&B oder was ähnliches wussten, das noch offen hat. Sogleich fingen sie an, die anderen Besucher des Cafes zu befragen und zu telefonieren. Aber es war wirklich spät im Jahr und sie haben nichts gefunden, außer einem recht teuren Hotel. Damals kannten wir uns mit der Suche per Internet wirklich noch nicht so gut aus.
So begaben wir uns auf einen Spaziergang. Ich glaube, wir haben an diesem ersten Tag fast die ganze Stadt abgelaufen, Museum, Basilika.... und schließlich standen wir vor einem Haus mit B&B-Schild. Auf unser Klingeln öffnete aber niemand und wir wollten schon weiter gehen, als die Nachbarin zur Tür herausschaute und uns erklärte, dass die Familie bei der Olivenernte sei. Sie suchte die Nummer des Handys der Familie heraus und und rief dort an. Und wirklich, 20 min später waren sie da. Während die Mutter das Zimmer für uns herrichtete, unterhielt sich der Sohn bei einem Kaffee mit uns und dann landeten wir in einem wunderschönen Zimmer mit Dachterrasse und Blick über die ganze Lagune. Es wurden traumhafte Tage und mit der Familie entwickelte sich solch eine tiefe Freundschaft, dass ich seither noch sehr oft in diesem Zimmer übernachtet habe und mit deren Hilfe mein Haus für meinen Altersunruhesitz gefunden habe, das zur Zeit renoviert wird ;)
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Re: Geschichten von der Insel

Beitrag von Giro » 12.08.2019, 13:24

Danke an Helmut u.Susanna für die schönen Beiträge.
Die Geschichten der Insel haben zurück in die Spur gefunden. Ich freue mich schon auf daß ,was da noch kommen wird.
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Re: Geschichten von der Insel

Beitrag von eckart » 12.08.2019, 13:27

Sehr schöne Geschichte Susanna. Sie bestätigt meine Erfahrungen. Hilfsbereitschaft, auch dem "Fremden" gegenüber ist eines der vielen positiven Eigenschaften von Menschen, die auf der Insel leben.

Ich sage jetzt bewusst nicht Sarden. Filices, zumindest der Vater, kommt ja aus Kalabrien. :D

Letztes Jahr im Frühjahr, ich hatte die Zusage erhalten eines Starkstromanschlusses, stellten wir fest. Er ist da, nur der falsche Schalter. 4 statt 5 Pole. Nicht so schlimm. Ist ja in Sa Zappera (15 km entfernt) eine Biogasanlage und der Betreiber hat eine Ladestation für alle aufgestellt. 2018 noch Kostenfrei, geht es jetzt über Enel und der App nextcharge zu einem vernünftigen Preis.
Dass es der falsche Schalter war stellten wir am Nachmittag nach Ankunft fest. Wir sprachen darüber, auch das ich Möglichkeiten habe. Am folgenden Morgen begrüßte mich der Vater mit ich sollte nun mal schauen. Er hatte mit dem Elektriker gesprochen, die Dose besorgt und ich konnte Laden. Gute 12 Stunden später!
Anschließend habe ich ihm mit Händen und Füßen und auch Italienisch :mrgreen: erklärt wie der Tesla zu bedienen ist. Und dann ist er gefahren und ich saß auf dem Beifahrer. Wir hatten sichtlich Spaß...
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Re: Geschichten von der Insel

Beitrag von Salamaghe » 12.08.2019, 16:50

Vor Jahren, wir wohnten noch nicht auf der Insel und die Kinder waren noch klein, haben wir eine Tour um Arzachena gemacht um uns die Tombe di Giganti anzuschauen.
Irgendwie hatten wir immer so eine Begabung das wir Mittags/ Nachmittags in der Sonne rumliefen.
Wir hatten das Auto geparkt und sind zu Fuß. Letzendlich war es ein gutes Stück und unser Wasser hatten wir im Auto.
Wir hatten oder besser gesagt ich hatte so ein Durst, kaum auszuhalten. Am Weg lag ein Haus, eine Art Bauernhof. Davor saß ein alter Mann. Ich meinte zu meinem Mann, dass ich jetzt dort hin gehe und den alten Mann um ein Glas Wasser bitte.
Wir also dorthin, wir grüßten und fragten nach dem Glas Wasser. Der Mann schaute uns mit unbewegter Miene an und schrie dann........Maaarrriiiaaaa, bring ein Glas Wasser.
Mir war es schon peinlich. Auf einmal kam eine kleine alte Frau mit einem Glas und einer Flasche Wasser. Es war meine Rettung.
Sie luden uns dann noch zum Essen ein, aber wir lehnten höflich ab und bedankten uns für das Wasser.
Jedesmal wenn wir in der Gegend sind, erzählen wir von dem Erlebnis
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Re: Geschichten von der Insel

Beitrag von futurestyling » 12.08.2019, 18:07

Kleine,einfache Geschichte,aber mitten aus dem Leben!
So gefällt es mir,denn auch die einfachen Dinge sollten nicht selbstverständlich sein.
Hut ab vor eurer Reaktion und Einstellung!
Mindestens 50% der"anderen Deutschsprachigen " hätten sich wahrscheinlich die"Wampe vollgeschlagen"!
LG,Helmut
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