Zur Erinnerung: 18.11.2013

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Zur Erinnerung: 18.11.2013

Beitrag von Su Corvu » 20.11.2018, 09:20

Vor fünf Jahren, am 18. November 2013, forderte der Zyklon Cleopatra neunzehn Todesopfer auf der Insel. In der Gallura starben 13 Menschen, 9 von ihnen in Olbia, eine vierköpfige Familie in Arzachena. Ein Polizist kam bei einem Brückeneinsturz in der Provinz Nuoro ums Leben, ein Hirte aus Bitti wurde nie gefunden. Eine Frau starb bei der durch den überlaufenden Stausee verursachten Überschwemmung in Torpè.
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Re: Zur Erinnerung: 18.11.2013

Beitrag von Casa Sardegna » 20.11.2018, 09:50

Man vergisst schnell und gerne, dass extreme Wetterlagen auch früher schon auf der Insel für Zerstörung sorgten und Menschenleben forderten.
Danke, Günther, dass Du daran erinnerst.
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Re: Zur Erinnerung: 18.11.2013

Beitrag von Su Corvu » 22.11.2018, 13:38

Angehörige der Opfer haben sich in einem offenen Brief an Olbias Bürgermeister Nizzi (Forza Italia) enttäuscht gezeigt, dass die Stadt bis heute nicht in angemessener Form der Toten gedenke, z.B. durch eine Gedenktafel oder die Benennung einer Straße. Nizzi antwortet, man arbeite seit langem daran.
Braucht man dafür 5 Jahre? Einfach peinlich!
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Re: Zur Erinnerung: 18.11.2013

Beitrag von Casa Sardegna » 22.11.2018, 14:28

"Zum Glück" erinnert die immer noch nicht fertige Strassenverbindung zwischen Flughafen und SS131 DCN daran, die damals zerstört wurde.

Dann wäre ja schon eine symbolträchtige Straße gefunden.....
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Re: Zur Erinnerung: 18.11.2013

Beitrag von Su Corvu » 22.11.2018, 19:19

Nur hat es ja bei dieser Straße keine Toten gegeben. Die Straßen in Olbia, wo Menschen ertrunken sind, sind bekannt. Ich persönlich bin dagegen, dass nur der Toten in Olbia gedacht wird - es muss um alle Toten auf der Insel getrauert werden. Und wenn Nizzi hier untätig bleibt, wäre das auch eine primäre Verpflichtung der Region.
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Re: Zur Erinnerung: 18.11.2013

Beitrag von Artax » 23.11.2018, 06:37


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Re: Zur Erinnerung: 18.11.2013

Beitrag von Su Corvu » 27.11.2018, 09:41

Gestern hat der Prozess gegen 61 Angeklagte in Nuoro begonnen. Sie werden beschuldigt, nicht rechtzeitig vor dem Zyklon gewarnt zu haben. Unter den Angeklagten ist auch Antonella Dalu, seinerzeitige Bürgermeisterin von Torpè. Sie erklärte: "Ich habe mit der Evakuierung begonnen, bevor mich die Präfektur (aus Nuoro) telefonisch gewarnt hat, aber die Bevölkerung hat sich geweigert, ihre Häuser zu verlassen!".
Diese Aussage entspricht der Wahrheit, wir haben im Rahmen unserer damaligen Hilfsaktion mit den Bewohnern der über hundert von der Überschwemmung betroffenen Häuser gesprochen.
Bald nach der Katastrophe wurde übrigens in der Region Torpè-Posada ein von der Stiftung der Turiner Zeitung "La Stampa" finanziertes elektronisches Warnsystem installiert und die Deiche am Rio di Posada wurden erneuert.

Vor wenigen Tagen ist ein Teil des Wassers aus dem "Lago di Posada" kontrolliert abgelassen worden, er war randvoll. Ob das im November 2013 auch gemacht worden ist weiß ich nicht. Wenn nicht, trug die Region dafür die Verantwortung, denn sie ist für die Stauseen auf der Insel zuständig.
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