Brot backen

Salamaghe
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Re: Brot backen

Beitrag von Salamaghe » 22.12.2020, 22:22

Günther, ich wäre beim gemeinschaftlichen backen dabei :D
Ich war als Jugendliche mit einer Freundin in Griechenland, dort haben die Frauen aus dem Dorf ihre gefüllten Paprikaschoten und ähnliches zum Dorfbäcker getragen. Fand ich damals schon toll.

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Carlo
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Re: Brot backen

Beitrag von Carlo » 23.12.2020, 10:26

Neben der Nutzung des normalen Küchenherdes backen wir derzeit ab und zu im Holzbackofen der Nachbarin mit, sehr gut gelingt das Aufheizen mit trockenem Cisto. Der heizt die Schamottauskleidung schnell und ausdauernd genug für etwa 60 Minuten auf und das reicht für etliche Brote, die wir dann einfrieren, für ein Brot lohnt es sich natürlich nicht.

Der Wunsch nach einem eigenen Backofen resultiert überwiegend aus dem „will-auch-haben“-Reflex, von dem wir auch nicht ganz frei sind und von der etwas nostalgischen Vorstellung, dass sowas zu einem Haus auf dem Land gehört. Ich bin auf dem großelterlichen Bauernhof aufgewachsen und durfte als Kind immer die sogenannten „Backschanzen“ meiner Großmutter zum Dorfbackofen tragen und das fertige Brot auch wieder abholen. Die noch warme Kruste hat auf dem Nachhauseweg göttlich geschmeckt...

Die frischen Brote wurden dann erst mal eine Woche in einen großen Steingutbehälter gelegt, da meine Großmutter befürchtete, daß das frische Brot zu schnell aufgegessen wird. Diesen Teil der Nostalgie lassen wir weg.

Gruß Carlo
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Re: Brot backen

Beitrag von Su Corvu » 23.12.2020, 11:51

Salamaghe hat geschrieben:
22.12.2020, 22:22
Günther, ich wäre beim gemeinschaftlichen backen dabei :D
Das können wir gerne mal machen, wenn es wieder möglich ist. Und das Brotbacken verbinden wir mit einem spuntino mit porchetto arrosto in San Nicola.
Zuletzt geändert von Su Corvu am 23.12.2020, 14:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Brot backen

Beitrag von Casa Sardegna » 23.12.2020, 12:04

Meine Schwiegermutter und ihre 3-4 Cousinen backen ihr Pistoccu, auch pane carasau oder Carta musica genannt, gemeinsam im Steinofen. Ist sozusagen das Basisbrot für alle Gelegenheiten.

Das ist jedesmal eine Arbeit von 1,5 Tagen mit Teig machen, gehen lassen, auswalzen etc. und bedarf der entsprechenden Maschinen. Lohnt sich nur für den Vorrat für mehrere Wochen und Familien. Zum Schluss kommt noch turreddu, ein Kartoffelbrot in den Ofen und am zweiten Tag kommen mittags alle Männer dazu und es gibt dazu Auberginen und Hähnchen frisch aus dem Ofen. Superlecker.

Ich verstehe aber, dass mangels Zeit, Platz und Fähigkeiten immer mehr junge Sardinnen und Sarden das Pistoccu lieber im Supermarkt oder beim Bäcker kaufen als selbst zu backen. Schmeckt oftmals fast so gut wie das hausgemachte Brot.

Pane e dolce in Tortolì hat ein tolles dunkles Brot, was aus Mehl aus Weintraubenkernen gemacht ist. Das ist für Allergiker geeignet und wirklich koestlich.
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Re: Brot backen

Beitrag von Salamaghe » 23.12.2020, 13:04

Günther, ich nehm dich beim Wort :D

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Re: Brot backen

Beitrag von Tine » 23.12.2020, 13:17

oh ja, gemeinsam backen ist noch netter, als gemeinsam essen gehen. danke, Carlo für deine kleine mahnung bezüglich des "muss-ich haben- auch haben- reflexes".hat mir geholfen + mich wieder auf spur gebracht.

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Re: Brot backen

Beitrag von futurestyling » 23.12.2020, 13:22

Hallo Günther, wo in San Nicola genießt ihr das porchetto arrosto?
LG,Helmut

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Re: Brot backen

Beitrag von Casa Sardegna » 23.12.2020, 13:38

Ich denke, es ist Corona und alle bleiben artig zu Hause?🐖🥩🍖
Tanti Saluti

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Re: Brot backen

Beitrag von eumel » 23.12.2020, 16:15

Günther sprach von einer Zukunft, in der Gemeinsamkeit wieder möglich ist ;)

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Re: Brot backen

Beitrag von Su Corvu » 23.12.2020, 19:18

futurestyling hat geschrieben:
23.12.2020, 13:22
Hallo Günther, wo in San Nicola genießt ihr das porchetto arrosto?
LG,Helmut
Helmut, der Holzbackofen gehört zu unserem ersten Haus in der Gemarkung San Nicola bei Brunella, wo in der Pisanerzeit das Dorf Stellaria lag. Es liegt in 300 m Höhe mit Blick aufs Meer. Bei gutem Wetter können wir im Freien speisen, sonst auf der großen überdachten Terrasse. Wir würden das Maialetto besorgen und den Wein. Nur vom Teig habe ich keine Ahnung.Vielleicht könnte es ja - je nach Coronalage - schon an Pasquetta klappen. Ich würde mich freuen!
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