aus meinem Tagebuch

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Re: aus meinem Tagebuch

Beitrag von eckart » 20.10.2020, 22:40

Ich hörte Gespräche. Das bewog mich mal aus dem Fenster zu schauen. Ja, die kleinen Inseln waren zu sehen, Lichter. Kurz vor 7 Uhr. Nun, da hat wohl der Lautsprecher nicht mitgespielt. Es blieb genügend Zeit und das warten endlich die Treppe benutzen zu können, wurde uns nicht genommen. Man hatte das Gefühl, das machen die extra. Nachdem runter von der Fähre Begrüßung von der Sicherheit. Jetzt mit Pistole zum Messen der Temperatur. Wie auf der Auffahrt auf die Fähre: alles okay.

Nach einem Jahr wieder hier, endlich! Sah noch alles aus wie wir es verlassen hatten. Die Sonne schien, wenig Wind. Nachdem wir unseren Hunden eine Runde gegönnt haben weiter Richtung Oristano. Vor 2 Jahren hatten wir an einer Eni Tankstelle nahe Budoni halt gemacht. Blick auf das Meer, mit den Hunden vom Gelände runter spazieren gehen können und eine freundliche, nette Bedienung. Dieses Rastpunkt hatte ich für unsere kleine Reisegruppe ausgesucht. Die Sonne schien auf die Tische. Die Bedienung schien hocherfreut nun 7x Latte Macchiato und Espresso sowie die Croissant uns servieren zu können. Ihre Augen funkelten erfreut und die Arbeit ging Ihr flink von der Hand. Bezahlen? Natürlich erst wenn getrunken und gegessen. Weiter. Oristano, das Einkaufszentrum Porto Nuova war unser Ziel. Für die Zwischenmahlzeit ein wenig Schinken und Käse mit dazugehörigem Wein besorgen unser Wunsch. Nicht ohne die Temperaturmessung. Man muss sich auf einen gekennzeichneten Punkt stellen und in die Kamera schauen. Die Außentemperatur war von 12 Grad in Golfo Aranci auf 20 Grad in Oristano gestiegen. Unsere Körpertemperatur aber war okay. Dem Einkaufsbummel stand nichts mehr im Wege.

Nach 12 Uhr dann am Sabbie angekommen. Gaetano erklärte uns, er wird für die Mahlzeiten einen 3 und 4er Tisch decken. Denn jetzt dürfen nur noch maximal 6 Personen an einem Tisch sitzen. Schwachsinn...es gibt viele Familien mit mehr als 5 Kindern. Wir als Familie sind den ganzen Tag zusammen. Nur die Nahrung aufnehmen dürfen wir nicht gemeinsam. Die Angst der Politiker und Ihre "Erziehungsmaßnahmen" mittels Angstverbreitung, Drohungen sind manchmal schwer zu ertragen. Bin jedenfalls froh in keiner dieser Familien Kind zu sein. Sollten neben Virologen und Epidemiologen auch mal Psychologen zurate ziehen.

Nun dem Wiedersehen tat dies kein Abbruch. Gegen 14 Uhr am Strand den ersten Kopfsprung und die knapp 20 Grad waren doch sehr erfrischend.
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Wir waren fast alleine am Strand
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aber nur fast
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Zum Abschluss gab es Ravioli, Salsiccia und Melone. Dazu einen Vermentino.
Ja, der Kaffee und Mirto durfte nicht fehlen.
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Re: aus meinem Tagebuch

Beitrag von eckart » 21.10.2020, 22:07

21.10.2020
Noch immer (21.50 Uhr) haben wir hier am Bungalow 20 Grad. Das liegt sicherlich daran, dass der Wind vom Inland kommt. Schon heute Morgen war dies ja so. Man hörte es klappern. Nach dem Aufstehen ging es ja erst einmal mit den Hunden den Berg hinauf. Der Sonne entgegen. Oben angekommen empfing uns auch die Sonne, aber es blies auch richtig doll der Wind. Nun, gut gefrühstückt hatten wir dann. Alles wird an den Tisch gebracht. Filices achten pinibel an die Vorgaben und setzen diese um.

Anschließend war Strand angesagt, Unser Strandschutz half den Wind zu bändigen. Das Wasser erfrischend, nicht kalt. So konnten wir es bis 14 Uhr gut aushalten. Um 15. Uhr war unser Termin bei Simone. Er ist ein Meister seines Faches und hat es wieder ohne Beanstandung uns gezeigt. Haare wieder Top! Anschließend noch den Wein für hier und zu Hause in der Cantina di Mogoro ausgesucht. Lecker.....

Pünktlich zum Abendessen wieder im Sabbie. Bottarga/Spaghetti - Makrelenfilet mit Tomate/Kartoffelsalat gab es heute.
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Re: aus meinem Tagebuch

Beitrag von eckart » 22.10.2020, 22:46

22.10.2020
Es war wieder ein schöner sonniger Tag. Wenn nicht der Wind gewesen wäre. Dagegen gab es natürlich unseren Windschutz und wir mussten/haben etwas höher diesen errichtet. Denn trotz Wind vom Land waren die Wellen doch größer geworden und spülten nun den Auslauf größer aus. Das Wasser weiter erfrischend. Keine Badetemperatur, aber ein Gegenstück zur Sonnenaufheizung. Ja, und es gibt Fliegen. Kaum hat man die Bungalowtür aufgemacht stürzen sie sich in diesen. Okay, sie sind einfach lästig.
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Andere Sonnenuntergänge bisher nicht erlebt
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Das beherrschende Thema natürlich Covid und Solinas. Abwarten was nun tatsächlich beschlossen wird. Die Journaille ist da ja sehr schnell im Verkünden von Beschlüssen, die dann erst 48 Stunden später kommen. Ja, die Journaille macht die Politik. Sie sind es hier in Europa. Aber mit Punkt, Komma, Strich die Politik. Und so müssen wir dies abwarten.

Natürlich haben wir hier zu siebt gute 2000 Meter Strand für uns und wenn wir über das Festland von Italien und Österreich nach Deutschland kommen, ja dann wird wohl viel wahrscheinlicher die App anschlagen, vor allem in Bayern..... Das ist aber kein Verkaufsschlager der Meldung.
So will ich jetzt nur noch vermelden:

Primo waren Pasta (Rigatone) mit Zucchini gegrillt auf Tomate mit Käse erhitzt.
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Pollo
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Tiramisu
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Unser Wein des Abends
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Re: aus meinem Tagebuch

Beitrag von eckart » 23.10.2020, 22:37

FREITAG, DER 23. OKTOBER - PREMIEREN
Der Wind hatte sich gelegt und eine dünne Wolkendecke versperrte die Sicht auf die Sonne. So heute früh gegen 8.00 Uhr. Wie jeden Tag ging es erst einmal den Berg hoch und den Hunden Auslauf gegönnt. Anschließend zum Frühstück. Eine kleine Premiere. Wir hatten uns gestern für heute Morgen Rühreier mit Bacon gewünscht. Gaetano hat es in die Tat umgesetzt. Seit 2009 besuche ich jedes Jahr die Familie Gaetano hier im Villaggio Sabbie de Oro und lass mich mit meinen lieben Verwöhnen. Heute nun mal etwas nicht typisch Sardisch zum Frühstück. Er hat es sehr gut gemacht. Langsam "verdünnisierten" sich die Wolken und die Sonne gewann immer mehr an Strahlkraft. Da gibt es nur eines, an den Strand!
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"Gebaut" wohl im Sommer, natürlich ohne einen einzigen Nagel, Schraube etc zu verwenden. Alles vom Strand zusammengesucht.
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Das Wetter war so gut, da entschied ich mich auch das SUP mit runterzutragen. Für unseren Punkt wählten wir das "Baudenkmal" aus den vielen Strandgütern aus. Jedes Jahr im Oktober gibt es da was Neues am Strand zu bestaunen. Dieses Jahr hatten die Urlauber wohl das ganze Strandgut, angeschwemmtes, zusammengetragen und einen Sonnen-Windschutz daraus gebaut. Von dort waren es schon noch gute 30 Meter bis zum Wasser. Aber so brauchten wir keinen Windschutz und hatten auch für Schattensuchende etwas zu bieten.
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Vom Villaggio im ganzen
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Nach einem Jahr nun wieder den Versuch gestartet auf dem SUP zu stehen und Paddelnd voranzukommen. Keine Frage: sitzend wie ein Indianer - kein Problem. 2x mal pumpten wir es noch mehr auf, da ging zum Schluss nichts mehr rein. Wir kamen zum Stehen. Ja, da waren wir uns einig, gestanden haben wir. Nur Paddelnd nicht, denn da waren wir dann schon wieder im Wasser. Mal mit Kopfsprung und Paddel festhaltend. Oder einfach nach hinten weg. Da der Wind nun von der See kam und nur gering. Das Wasser uns nicht erfrischend, sondern eher schon zum bade einlud war dies kein Problem. Es hat uns viel Freude bereitet.

<p>Premiere die Zweite: wenn man einen Ballverliebten Hund mit an den Strand nimmt, dann sind Ballspiele wie Volleyball nicht so erfolgreich. Heute nun zu dritt. So habe ich zwischendurch meiner Bella (Border Colli) eine Hundefrisbee Scheibe geworfen und wir konnten Volleyball spielen. Sie fing die Scheibe, "kämpfte" mit Ihr eine kurze Zeit lang und brachte sie mir. Dann Unterbrach ich und warf, Bruder und Frau spielten weiter. Ging gut. Zum Schluss waren wir alle außer Atem. Es war der beste Strand/Sonnen/"Sommertag".

<p>Zum Abschluss wurden wir verwöhnt mit Fregola, Anschließend gegrillte Schwertfischsteak und Garnelen und Auberginen. Nachtisch Weintrauben und der Abschluss dann Kaffee und Limoncello.
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Re: aus meinem Tagebuch

Beitrag von eckart » 24.10.2020, 22:30

In der Nacht zog ein Regenband über uns weg. Dabei hatte es sich etwas abgekühlt. Heute Morgen nur knapp 16 Grad. Angenehm, nicht kalt. Eigentlich sollte der Regen am Vormittag kommen. So hatten wir uns vorgenommen, wir fahren Einkaufen. Unserer Haut tat dies nach den sonnigen Tagen sowieso gut.

Als Erstes sind wir zur Ölmühle in Riola Sardo. Da war bei mir zu Hause schon lange Ebbe. Sie hatten das Öl mit Limone nur noch in 175 ml Gebinde. Wir nahmen 40 Stück. Nun jeder noch was er so für seine Küche benötigt. Das besondere, es wird mit der Oliven Frucht eine zweite Frucht gepresst. Dies ergibt einen super Geschmack. Man hatte sich auf Covid sehr gut eingestellt. Einfahrt und Ausfahrt extra. Man kam die gesamte Zeit mit niemandem anderen in Kontakt.

Anschließend nun nach Oristano in das Porta. Nachdem ich mir neue Schuhe gekauft hatte nun zur Kleidung. Eigentlich wollte ich nur noch eine neue Hose. Ein Pullover "lachte" mich aber so gut an. Preis okay. Nehm ich. Die Kassiererin meinte, wenn ich jetzt noch ein Teil kaufe, dann bekäme ich Rabatt von 50% gesamt. Also noch eine Hose. Mit der ging das aber nicht. Ein freundlicher Verkäufer zeigte was ging, wählte die richtige Größe und so verlief es reibungslos. Beim Geschenke kauf sah ich eine Antico Berretificio della Sardegna. Nicht nur ich fand, die steht mir. Hergestellt in JERZU geht sie nun mit nach Niedersachsen.

Bei den vielen Einkäufen stellte ich fest, sehr viel Personal kümmert sich hier um einen. Wesentlich mehr als in Deutschland. Dabei sind die Preise meist geringer.

Eis und Kaffee als kleine Pause und es ging weiter nach Terralba. Eigentlich ein Milchproduzierender Betrieb stellt die Tochter ein sehr gute Öl her. Dies nun pur. Wir weckten Sie wohl aus ihrer Mittagspause und dankten es mit großzügigem Einkauf. Gegen 16.00 waren wir wieder am Sabbie.

Geregnet hat es gar nicht. Beim Einlass in das Centro Commerziale in Oristano wurde nicht nur die Temperatur gemessen. Eine Kamera kontrollierte auch den Sitz der Maske und nur wenn okay ging die Tür auf.

Was gab es zu Essen?
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Primo
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Secondo
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Dolce
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Er hat uns begleitet
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Natürlich sehr lecker das ganze
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Re: aus meinem Tagebuch

Beitrag von eckart » 25.10.2020, 23:08

Sonntag, 25.10.2020, Familie

Ich freue mich ja hier mit meinen Brüdern (und den dazugehörigen Frauen) zu sein. Selten, dass wir so beisammen sein können. Berufliches und Wohnort ist zu sehr auseinander. Heute haben wir im wahrsten Sinn des Wortes einen Sonntag gehabt. Nicht alles wurde gemeinsam gemacht. Las der eine ein gutes Buch oben am Bungalow, so sonnten sich andere am Strand, erzählten sich was oder hörten einfach dem Rauschen der Wellen zu. Zum Kaffee am Nachmittag trafen wir uns, wobei nicht jeder Kaffee trank. Aber Gemeinsam taten wir es. Wir helfen uns und üben Respekt.

Wenn man den Politikern so zuhört, dann sind die EU Staaten auch eine Familie. Und da haben zumindest einige Familienmitglieder schon wieder Schwierigkeiten mit dem Virus, sind in Bezug der Krankenhausbetten (Intensiv) am "Anschlag". Darüber wird berichtet, leider wird nicht berichtet wie man sich in der Familie hilft. Da ist dann doch jeder sich nur selbst der nächste. Da möchte ich den Politikern UND auch den Journalisten zurufen, geht sonntags in die Kirche. Vielleicht geschieht ein Wunder und Ihr erzählt danach nicht nur von Nächstenliebe, nein Ihr lebt sie auch. Aber Wunder sind selten und so kann ich Euch nicht mehr so richtig ernst nehmen. Homeoffice für die Gesundheitsberufe, für die Postler, Verkäufer, Autobauer, Müll wegräumer, für die Lehrberufe, Kindergarten, ja für die vielen Dienstleister der unterschiedlichsten Art. Also da bleiben nicht viele Berufe übrig für das Homeoffice. Zum Beispiel natürlich der Journalistenberuf. Aber schreibt Ihr wirklich über das was passiert? Im vollen Umfang? Oder nur wie es zu Eurer Meinung passt.

Sardinien ist seit gestern ja Risikogebiet. Wie überall wird die Zahl der Infizierten zu 100.000 auf der Insel lebenden gerechnet. Frage: mit oder ohne Touristen? Sicher, ich kann nicht die Situation hier im Westen, unweit Oristano, Beginn der Costa Verde mit Sassari, Olbia, Nuoro oder gar Cagliari vergleichen. Ich zählte hier auf dem gut 2000 Meter langen Strand 15 Menschen. Maximal 3 Menschen waren zusammen. Zu Hause brauch ich für die Zahl in dem Dorf (runde 500 Einwohner) in dem ich lebe, nur meine direkten Nachbarn zusammenzählen. Und das sind dann gute 30 Meter Strasse.

In Deutschland hat man bewusst darauf bestanden nicht ein ganzes Bundesland, als Risikogebiet zu deklarieren. Sardinien ist größer als McPomm. Als Familie hätte man dies anders regeln können. Und Journalisten hätte auf die Einhaltung der Regeln innerhalb einer Familie geachtet. Damit nicht jeder sich selbst der nächste ist.

Nun, wir wurden natürlich auch heute von der Familie Filice sehr gut betreut und bewirtet. Wir haben alle, ob Gast oder Gastgeber, die Vorgaben eingehalten.

Und natürlich gab es wieder lecker von Lara gekocht. Die Rigatoni mit Thunfisch hatten heute für uns Premiere.
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Re: aus meinem Tagebuch

Beitrag von eckart » 26.10.2020, 23:07

26. OKTOBER, LETZTES ABENDMAHL
Der Tag fing gut an. Die Sonne schien schon auf das Meer und so war es keine Überraschung, als wir den Berg hochkamen dass sie schien. War aber ein schönes Gefühl. Nach dem Frühstück ging es runter an den Strand. Sonne okay. Wind hatte enorm zugenommen und so hatten wir unsere Strandburg mitgenommen. Der Wind war heftig, noch heftiger waren aber die Wellen. Gute 2 Meter schon.
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Bis Mittag schien die Sonne, dann kamen die Wolken und aus dem Wetterbericht wussten wir, die bringen Regen.
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Vormittags waren wir bis auf zwei Wellenreiter alleine. Zu 14 Uhr dann wirklich alleine. Hoch zum Sabbie. Es verging noch eine Zeit, dann öffneten sich die Schleusen im Himmel. Weltuntergang, jedenfalls ein bisschen.
Zum Abendessen war dies dann aber wieder Geschichte. Farfalle auf Tomate mit etwas Schinkenspeck und Zwiebel. Dazu etwas geriebenen Pecorino als Primo. Sehr gut.
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Schnitzel in Kräuterpanade mit Mohrrübe und Tomate als Secondo
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Ein Schokokuchen aus dem Haus Filice rundete das Essen ab. Natürlich nahm ich einen Kaffee und einen Mirto zu Abschluss.

Morgen leider nach Hause.......
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Re: aus meinem Tagebuch

Beitrag von eckart » 27.10.2020, 20:27

ABREISE, AUF DER INSEL
Nun sitzen wir im Restaurant und lassen uns die Variationen der Antipasti munden. Es war eine schöner Tag. Der Sturm war über Nacht und morgens lachte uns die Sonne an. Abgekühlt hatte es sich. Ein letztes gutes Frühstück und anschließend ging es an das Packen. Alles zu den Fahrzeugen gebracht und dann wie die Möbelpacker bei den Umzügen geschaut. Alles passte!

Nach dem unvermeidlichen Lebewohl mit dem Wunsch des Wiedersehens im Jahr 2021 (was wird Covid zulassen?) fuhren wir los. Als ersten Stopp hatten wir uns Santa Cristina ausgesucht. Das Wetter spielte mit und so konnte ich meinen lieben diesen bemerkenswerten Ort zeigen. Weiter ging es nach Berchidda, zum Weinmuseum. Wir waren dort allein und konnten so alles in Ruhe anschauen. Im Eintrittspreis war eine Verköstigung mit enthalten. Leckeren Vermentino wurde uns serviert.

Die Fähre ist leer. Nur wenige wollen heute mit nach Livorno. Die Sicherheit wollte heute mal nicht nach Sprengstoff suchen. Natürlich Schutzmaske, Temperaturmessung und wir sitzen maximal zu 4. an einem Tisch. Wir werden uns nun das Essen schmecken lassen

Bilder gibt es später.
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Re: aus meinem Tagebuch

Beitrag von eckart » 01.11.2020, 18:15

Auszug aus dem heutigen Beitrag: WIEDER ZU HAUSE, BIN ICH BERÜHMT?

Um nicht meinen Geburtstag auf der Autobahn zu verbringen hatten wir für die Rückfahrt einen Tag mehr eingeplant. Einen Tag Pause in Nesselwang. Vom Sabbie aus hatte ich beim Brauerei-Gasthof Hotel Post in Nesselwang nachgefragt, ob es denn bei der Buchung so bleiben könnte. Antwort: seit dem 16.10. ist das Beherbergungsverbot aufgehoben. Ihr könnt kommen wie geplant. Ich hatte nachgefragt, weil nun Sardinien ein Risikogebiet war.

Dazu muss ich jetzt mal feststellen: auf Sardinien = Italien war/sind gegenüber Deutschland die Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wesentlich BESSER umgesetzt. Desinfektion mehrfach in Räumen von Einkaufzentren, Rastanlagen und dergleichen. An den Rastanlagen in Deutschland fanden wir dies an einer Anlage, 1 x. Temperaturkontrolle in Deutschland? Fehlanzeige. Auf Sardinien schon (ich berichtete). Wir sollten also nicht so tun, als wären wir die größten und besten.

Wenn man in der Nähe von Füssen ist, dann ist ein Besuch der Königsschlösser eigentlich ein Muss. Nesselwang liegt 25 Kilometer weg, logisch dass wir uns dies vorgenommen hatten. Leider viele andere auch und so hätten wir vorab reservieren müssen. Das Wetter lud nicht gerade zum Spazieren gehen ein. Also Füssen uns angesehen. In der Altstadt fanden wir das Geschäft "Gaumenschmaus Destille". Das Geschäft sah Urig aus, viele Ballons mit unterschiedlichem Inhalt. Verschiedene Liköre, Grappa und Essig motivierten, "koste uns". Alles konnte man probieren. Was gut ist sollte man weitersagen: https://www.gaumenschmaus-fuessen.de/index.html

Mit der Inhaberin kamen wir dabei unweigerlich in das Gespräch. Sie ist eine perfekte Verkäuferin, Beraterin und Informantin zu Ihren Angeboten. Plötzlich schaute Sie mich an und sagte, "ich habe Sie schon einmal gesehen", "ich kenne Sie", "sind sie berühmt?" Nun, Berühmt bin ich nun nicht gerade. Unbekannt aber auch nicht. Aber ich glaube, sie wird nicht in meinem Fach gearbeitet haben. Also wird sie mich verwechseln, genauer gesagt jemand anderen (tatsächlich berühmten) im Kopf vor sich gesehen haben. Ich gab Ihr den Tipp einfach mal in Google Eckart Schuster einzugeben. Mit einem guten Grappa aus der Barolotraube und einem Essig aus Dattel-Feige verließen wir das Geschäft. Nicht die ganze Flasche, aber doch einen Teil des Grappas gönnten wir uns nach dem sehr guten Abendessen im Hotel. Hatten ja schließlich Geburtstag. So war der verregnete Tag doch ein schöner, ohne Königsgemächer und Schlossbesichtigung, aber Fürstlich auf jeden Fall.

Leider hat mir meine Kamera einen Streich gespielt. Daher keine Aufnahmen vom Weinmuseum und Umgebung.
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Santa Cristina
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Santa Cristina
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Bei Golfo Aranci
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Ich hoffe, ich kann 2021 weiter von den Besuchen auf der Insel berichten. Nicht, weil das Forum etwas dagegen hat......
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Su Corvu (01.11.2020, 18:58) • Karin (01.11.2020, 19:02) • Hans1 (01.11.2020, 19:31) • sardi99 (01.11.2020, 20:09) • Tine (02.11.2020, 09:49) • ksl (02.11.2020, 11:14)
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Re: aus meinem Tagebuch

Beitrag von Molle » 02.11.2020, 07:58

Sehr schöne Berichte .... toll geschrieben, vielen Dank Eckart ;)

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