aus meinem Tagebuch

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Re: aus meinem Tagebuch, 28.04.2022,

Beitrag von eckart » 28.04.2022, 19:37

Abschied nehmen, "Schmuggelware"

Nach dem Frühstück wurde die untere Etage des Kofferraumes mit Vino und Olio befüllt. 35 Liter köstliches konnten sicher verstaut werden.
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IMG_20220428_105241.JPG (62.59 KiB) 349 mal betrachtet
Das Agriturismo Cudacciolu kann hervorragend als Station für das Erkunden der Gallura gewählt werden. Das Abendessen ist gut und sehr reichlich. Morgens wird einem das Frühstück wie gewünscht zubereitet. Die Bungalows sind so weit auseinander, sodass jeder seinen persönlichen Freiraum hat. Liebevoll kümmern sich alle und es herrscht eine ruhige, erholsame Stimmung. Das Meer nicht weit weg.

Nachdem wir Karin zum Flieger gebracht hatten, gab es für uns noch viel Freizeit.
Spazieren am Lago del Coghinas, wobei Hinfahren über die La grotta Costruita, la conca fraicata unser Plan war.
Die La grotta hätten wir uns "schenken" können. Mehr als auf den Bildern zu sehen, gibt es dort nicht. Spazieren, innehalten: Fehlanzeige.
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Auf dem Weg dorthin uns Radfahrer mit den Händen auf die Straße zeigend warnten. Eine Schildkröte, die Straße passierte. Die sind ziemlich schnell, die Schildkröten.
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ES_01199.JPG (161.85 KiB) 349 mal betrachtet
Also weiter zum Lago del Coghinas. Die Brücke nur noch einseitig befahrbar. Eine Ampel regelt, wer darf. Spazieren gehen ging. Der Lago könnte noch Wasser gebrauchen, so mein Eindruck.
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Von dort nun über eine kleine Nebenstraße, welche uns die Landschaft noch einmal von ihrer schönsten Seite zeigte, nach Berchidda. Dort weiter nach Olbia, Strom aufnehmen, Abendessen für die Hunde.
Wir werden wohl unser Abendessen uns auf der Fähre wieder servieren lassen, der Sicherheitshalber.
Ein weiterer Sommertag klingt aus und wir sagen arrivederci, bis in 4 Wochen.

Dies mein letzter Beitrag, die Fähre liegt, wir warten geduldig auf das notwendige. Morgen früh sind wir in Livorno.
Wer sich für die Erlebnisse der Rückfahrt interessiert, der kann gerne auf www.mein-tagebuch.de vorbeischauen.

Hier geht es hoffentlich Anfang Juni weiter :D
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Re: aus meinem Tagebuch

Beitrag von eumel » 28.04.2022, 21:58

Lieber Eckart, wünsche euch eine gute Heimfahrt und vielen Dank für deine Eindrücke von der Insel.
LG Ute
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Re: aus meinem Tagebuch, 31.05.2022

Beitrag von eckart » 31.05.2022, 21:55

Ankunft bei Freunden
Pünktlich um 6 Uhr wurden wir geweckt. Die Sonne hatte das Meer schon verlassen und stieg nun unaufhörlich auf. Das Meer selbst war ruhig. Vorfreude bei unseren Hunden, endlich passiert etwas. Aber wir mussten uns noch gedulden. Durch die TOP Position fuhren wir um 7 Uhr als einer der ersten von Bord. Das Sicherheitspersonal am Hafen dirigierte uns zum Ausgang. Im April noch stark an Kontrollen orientiert, fehlte dies jetzt komplett. Das Thermometer gab 21 Grad Luft aus und am Sabbie waren es dann 28 Grad.
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GNV nach Olbia, der Segler?
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Unterwegs hieß es noch Besorgungen zu machen. Gaetano hatte mir geschrieben, dass die Arbeiten am Objekt sich hinzögen. So können Sie erst am 16. Juni wieder öffnen und uns daher nicht als Gast begrüßen. Aber als Freunde schon, halt ohne Abendmenü. Dies ist schade, aber wir kommen ja nicht nur des Essens wegen hierher. Ich hatte mir aber einen Campingherd mit Zubehör besorgt und so gab es heute Abend am Bungalow etwas Leckeres
Natürlich sind wir noch an den Strand. Dieser verlangt schon Schuhwerk. Er ist doch schon mächtig erwärmt. Das Wasser lud zum Baden ein. Dies wurde auch schon in Pistis und Torre dei Corsari von einigen Strandgästen angenommen. Waren die Wellen an der Ostküste doch recht flach (das Bild trügt nicht), so wechselten sich hier nun hohe Wellen (bis 2 Meter) mit kleineren Wellen regelmäßig ab.
Ich höre jetzt das Rauschen und Schlagen der Wellen. Es beruhigt ungemein und ich weiß jetzt, was im April mir gefehlt hat.

(Wer Interesse hat zu erfahren, wie die Anreise war bis zum Hafen in Livorno - der kann es im mein-Tagebuch.de nachlesen)
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Re: aus meinem Tagebuch, 01.06.2022,

Beitrag von eckart » 01.06.2022, 21:30

sprechen Sie Deutsch?

Das Meer hatte sich beruhigt. Geweckt wurden wir vom Zwitschern der Vögel. Frühstück auf der Terrasse mit Blick auf das Sonnen geflutete Meer. Es wird hier immer mehr von Seglern genutzt. Vor Jahren sah man höchstens mal einen großen Kahn am Horizont. Heute tummelten sich 5 Segler vor der Bucht. Vielleicht kommen sie aus dem benachbarten Marceddi.
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Der Anfang des Hafens von Marceddi
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Der Strom schwankt aktuell derartig, sodass Fratello lieber abschaltet. Bis 2019 hätte ich nun nach Sa Zeppara gemusst und beim Stromerzeuger (durch Biogas) an einer 11 kW Wallbox laden können. Hätte gedauert, langer Spaziergang mit den Hunden. Gut, dass es Im Süden von Oristano inzwischen es Schnellladestationen von Tesla und Enel gibt. Die Zeit kann man zum Shopping nutzen. Bekleidung, Schuhe, Baby, alles für das Tier und natürlich ein Supermarkt laden ein, die 30 Minuten nicht in der prallen Sonne mit über 30 Grad ausharren zu müssen. Da wir ein wenig Camping betreiben, rein in den Superpan. Gebratene Potato, Essfertige Schenkel vom Pollo sahen gut aus. Ich fing an, zu bestellen. Bat zwischendurch Dagmar uns noch Salat zu holen. Da fragte mich die Verkäuferin: sprechen Sie deutsch? Ich bejahte. Sie sprach jetzt mit mir im perfekten Deutsch weiter. Bei der Verabschiedung bemerkte ich, sie sprechen wesentlich besser Deutsch als ich italienisch (wobei dies einem nicht schwerfällt bei meinem Italienisch). Sie antwortete, ich bin Deutsche und lebe seit 15 Jahren hier. Ihre Augen blitzten und lachten mich dabei auf. Sie machte einen glücklichen Eindruck.
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Höhenunterschied bis zu 3 Meter
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Strandwetter vom feinsten hatten wir auch. Temperatur des Wassers um 21 Grad. Der Wert und das Badegefühl sind vergleichbar mit Mitte Oktober. Ich habe meine Schwimmrunden gedreht, mit den Hunden gespielt. Die Verwaltung hat Informationstafeln aufgestellt. Ob sie ein Jahr überstehen? Es ist aber wichtig, die Blicke, die Neugier auf unsere Fauna und Flora zu lenken.
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ES_01305.JPG (108.83 KiB) 232 mal betrachtet
Zu essen gab es das obige Beschriebene. Es war gar nicht so übel und konnte auf dem Herd schnell erwärmt (Pollo/Potato) werden. Dazu gönnten wir uns einen BUIO (Carignano del Sulcis)
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Re: aus meinem Tagebuch, 02.06.2022

Beitrag von eckart » 02.06.2022, 20:48

Festa della Repubblica
Nach dem Frühstück wollten wir zur Ölmühle in Riola Sardo fahren. Dort wird neben der Olive eine zweite Frucht direkt mit gepresst. Das Ergebnis finde ich sensationell. Spart es mir Zeit bei der Zubereitung ohne Geschmacksverlust. Uns kamen viele Autofahrer, Krad und Fahrradfahrer entgegen. Vor letztere ziehe ich den Hut. Jetzt, um 20 Uhr, haben wir immer noch am Bungalow (40 Meter über dem Meeresspiegel und gute 400 Meter von diesem entfernt) 31,7 Grad Celsius Lufttemperatur. Als die Sonne draufknallte, waren es runde 38 Grad und davor im Schatten 34.
Wir nahmen die Abkürzung über den Ponte di Maceddi. Er ist wieder offen. Ich hatte ganz schön lange warten müssen. Denn man lässt den Gegenverkehr erst einmal durch. Als ich dann fuhr, meinte ein Sarde von Maceddi aus, er fährt auch. Vielleicht meinte er, ich fahre rückwärts zurück. Nein, Spiegel eingefahren und im Schritttempo vorbei. Er schaute etwas verdattert.
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eigentlich hat nur einer richtig Platz
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Bei Oleificio Giovanni Matteo Corrias angekommen und? Alles zu. Also richtig zu. Klingel funktionierte. Eine junge Frau kam und nach kurzem was wir wollen telefonierte sie. Sie fragte uns, 30 Minuten warten oder morgen wiederkommen. Ich entschied mich für 30 Minuten warten. Zwischendurch kamen auch noch ein paar Italiener, deren Mitteilung 20 Minuten warten aber zu lang erschien. Dann kam Sie und nach einer freudigen Begrüßung öffnete Sie und ich kaufte nach Herzenslust ein. Ich fragte Sie, warum denn überhaupt geschlossen wäre.
Ja und das kann eigentlich nur einem in einem anderen Land geborenen passieren. Während wir Deutschen den Pfingstfeiertagen entgegensehnen, wird hier in Italien eigentlich dem wichtigsten demokratischen Tag des Landes gewürdigt, dem:
Festa della Repubblica
Der Tag wurde im Gedenken an das Referendum vom 2. Juni 1946 als Feiertag festgelegt. Damals stimmte die Mehrheit der Italiener (12.717.923 zu 10.719.284 Stimmen) für die Einführung der Republik und gegen die Beibehaltung der Monarchie als Staatsform. Das Königshaus Savoyen wurde daraufhin ins Exil geschickt.[1] Am 2. Juni 1946 wurde nach dem Ende der faschistischen Diktatur und über 20 Jahre nach den letzten demokratischen Parlamentswahlen auch wieder eine Volksvertretung auf nationaler Ebene gewählt, nämlich eine Verfassunggebende Versammlung, die Ende 1947 die Verfassung der Italienischen Republik verabschiedete. Zum Referendum und zu den Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung waren erstmals auch Frauen zugelassen, weswegen dieses Datum auch für die volle politische Einbindung von mindestens 50 Prozent der italienischen Bevölkerung steht. Ein Frauenwahlrecht hatte es in Italien seit 1925 nur auf kommunaler Ebene gegeben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Festa_della_Repubblica

Sie berichtete, wie in Rom nun gefeiert wird. Aufgrund meines Einkaufes und natürlich, weil ja Feiertag war, fragte sie mich, ob Sie mir ein Wein präsent überreichen könnten. Ich bejahte und so gab sie mir von der Cantina del Mandrolisai aus Sorgono mit. Es sollte ein Rosé sein. Für mich Goldgelb. Nachdem er im Kühlschrank gut gekühlt wurde, haben wir ihn gekostet. Welch Qualität! Also machte ich mich schlau.
Sorgono und Umgebung liegen in der sogenannten "Zona Blu", die dafür bekannt ist, dass die Bewohner ein überdurchschnittlich hohes Alter erreichen. Die Anzahl der Hundertjährigen ist dort signifikant höher als fast überall sonst in Europa. Dazu trägt vermutlich auch der überdurchschnittlich gute Wein bei...
Quelle: https://sardinienprodukte.at/Weine-aus- ... androlisai

Na, da haben wir doch schon das nächste Ziel außerhalb des Strandes vor uns liegen.
Natürlich war ich auch im Wasser. Und die vielen Entgegenkommenden verteilten sich auf Pistis und Torre dei Corsari. Selbst mit dem Segler waren sie gekommen, um zu feiern.
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Richtung Torre
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Richtung Pistis
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Re: aus meinem Tagebuch, 03.Juni 2022,

Beitrag von eckart » 03.06.2022, 21:47

zu den 100-jährigen, ist es Kunst?

Wie gestern bereits angekündigt, hatten wir nun heute vor, der Cantina Mandrolisai in Sorgono einen Besuch abzustatten. Für heute war keine schlechte Wetterzeit vorhergesagt, Sonne und Wolken wechselten sich ab bei weiterhin sehr sommerlichen Temperaturen. Jetzt, um 21 Uhr habe ich hier am Bungalow 28,5 Grad Lufttemperatur.

Es ging also gleich nach dem Frühstück los, um vor 11.30 Uhr dort zu sein. Die Fahrt dorthin war wunderschön. Einige Serpentinen mit Blick über die Täler finde ich schon sehr beeindruckend. Die Fotos können meist nur ansatzweise dies wiedergeben. Der Weizen schon längst von den Feldern ist (bereits bei unserer Ankunft waren die meisten Felder frei und das Stroh in Ballen/Quader geformt). Letztere wurden jetzt abgefahren und das sieht (nicht nur auf Sardinien) manchmal doch recht abenteuerlich aus.
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Vor Sorgono fingen die Weinberge an. Gut gepflegt sehen sie aus. Wir waren nicht die einzigen, die Wein kauften. Immer wieder kam jemand und holte sich ein, zwei Flaschen. Sorgono wirkte sehr lebendig und doch jung auf mich. An den Straßenrändern Protestplakate, die ich aber nur überflog und ich daher nicht weiß, um was es da geht. Ich erwähne es nur, weil es auffällig viele waren.
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Der Verkäufer war sofort bereit, auch von seinem besten (und daher teuersten Wein) einen Probeschluck mir anzubieten. Den Rosé, der eigentlich keiner war, den fand ich nicht. Der Rosé, den er mir anbot, überzeugte mich nicht. Aber sein bester überzeugte zu 100 % und der ist ja auch den 100-Jährigen gewidmet. Gekauft und dazu noch ein Bovale. Natürlich jetzt nicht nur zwei Flaschen. Muss sich schon lohnen und die Nächte zu Hause sind viele. Und wenn die mich fit halten, habe ich ja nichts verkehrt gemacht. In seine Gesundheit muss man schon investieren.
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Zurück an den Strand. Wie letztes Jahr haben sich auch dieses Jahr Menschen versucht aus dem biologischen Strandgut (Holz) etwas zu kreieren. Mit ein wenig Fantasie kann man da auch was entdecken. Jedenfalls glaube ich, so ist es nicht angeschwemmt worden.
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Re: aus meinem Tagebuch, 04.06.2022,

Beitrag von eckart » 04.06.2022, 21:56

womit haben wir dieses verdient?

So fragt man sich, wenn nicht so läuft wie gewünscht. Aber auch in die andere Richtung kann und sollte man es benutzen.
Die Nacht zu heute war mit 25,1 Grad richtig warm und heute kletterte das Thermometer wieder über 30 Grad. Nach dem Frühstück erst mal zur Cantina di Mogoro. Cavaliere Sardo (Sardischer Ritter), ein Bovale der Extraklasse, wollte ich auf jeden Fall mit ins kühlere Deutschland mitnehmen. Als ich dort nun wieder die PIN fürs Losfahren eingegeben hatte, sah ich auf dem Bildschirm den Hinweis zur Nuraghe Cuccurada. Nicht ganz 3 Kilometer entfernt. Wir hatten Zeit, also hingefahren.
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schön eng
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3 Euro Eintritt und wir erhielten durch eine junge Italienerin eine in Englisch/Italienischer Sprache Führung. Die Nuraghe ist erst seit 2017 für die Öffentlichkeit besuchbar. Sie erklärte verständlich die Räume. Als ich bemerkte, sie ist in einem guten Zustand, verneinte sie dies mit dem Hinweis, man hätte bei der Freilegung leider auch Dynamit benutzt. Hätte sie uns die Folgen nicht gezeigt, wir hätten dies nicht gesehen.
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Die Staumauer des Rio Mogoro kannten die Nuraghen nicht :)
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Nachdem doch informativen Intermezzo ging es an den Strand. Der ist gut besucht an den Stränden der Dörfer. Und natürlich gibt es die Strandwanderer. Die einen von links nach rechts, die anderen entgegen. Mal im Wasser laufen, mal mit dem Smartphone von sich auf ich weiß nicht welchem Profil sich verewigen. Überlaufen? Nein keineswegs. Ich habe heute mit meinem Solarpoolthermometer die Temperatur gemessen. Bin rein und habe mich so in ein Meter Tiefe aufgehalten (Thermometer schwamm natürlich oben). Die Temperatur schwankte zwischen 22,1 und 22,3 Grad hin und her.
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Re: aus meinem Tagebuch, 05. Juni 2022,

Beitrag von eckart » 05.06.2022, 22:31

Freunde Treffen

Für heute hatten wir einen Ausflug geplant. Mit Peter und Maria wollten wir den Parco Archeologico Nuraghe Appiu erkunden. Sie aus dem Norden Sardiniens und wir vom Sabbie trafen uns so in der Mitte, im Westen.
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Abendessen wird eingesammelt
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Ich entschied mich für die langsamere, aber schönere Strecke. Also Oristano, die SS292 nach Cuglieri (vom Weiten ist die Basilica di Santa Maria della Neve zu sehen) weiter bis Magomadas, dann die SP35 nach Bosa und die Küstenstraße weiter Richtung Alghero bis zum Abzweig, um die Nuraghe Appiu zu erreichen. Ist für Väter mit Kindern, die in Kurven erbrechen nicht empfehlenswert, es sei der Vater drosselt seine PS unter dem Hintern (gilt für die Leser aus dem Höh Forum - wo in aller Welt geht es an der Küste nur gerade aus? Torre dei Corsari deshalb schlecht machen? Wegen Kurven? - schämt Euch)
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Basilica di Santa Maria della Neve
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Anfang der Marina di Bosa
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Fast zeitgleich kamen wir an. 2,50 Euro Eintritt pro Person. Man bekam in seiner Muttersprache zwei laminierte Blätter und konnte sich so gut bilden. Die Wege zu den einzelnen gut ausgeschildert.
Anschließend zurück nach Bosa. Ich glaubte auf der Rückfahrt zwei Gänsegeier gesehen zu haben. Aber leider kann ich das nicht belegen, denn ich hatte keine Haltemöglichkeit zu diesem Zeitpunkt. Peter hatte berichtet, dass das Auswildern hier in dieser Gegend von Erfolg gekrönt war. Vielleicht beim nächsten Mal mehr Erfolg.
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ES_01357.JPG (119.37 KiB) 130 mal betrachtet
Bosa selbst florierte schon ordentlich. Es ist erstaunlich, wie viele gastronomische Einrichtungen in eine Straße passen und alle schon Gäste haben. Eine lieben- und lebenswerte Stadt mit Charakter. Das Eis schmeckte uns allen und die Verabschiedung fiel kurz, aber herzlich aus. Die Freude auf das Wiedersehen im Oktober ist entfacht.
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Su Corvu (06.06.2022, 12:26)
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Re: aus meinem Tagebuch, 06. Juni 2022,

Beitrag von eckart » 06.06.2022, 21:07

ein Sommerstrandtag.

Es hatte sich ein wenig abgekühlt in der Nacht. 19.7 Grad war die niedrigste Temperatur in der Nacht. Der Tag fing mit Sonne und Wolken an. Alles war wieder ruhig und friedlich. Gestern Abend spielte unten am Strand von Torre dei Corsari ein DJ groß auf. Es war nicht mein Musikstil. So wird es wohl auch meinen Eltern ergangen sein, wenn sie meine Musik gehört haben. Wir haben trotzdem hinreichend geschlafen, wahrscheinlich weil wir uns darüber nicht aufgeregt haben. Beim morgendlichen Spaziergang mit den Hunden sah ich in der Ferne ein großes Segelschiff. Drei Master. Takelage noch zusammen. Wie wir dann am Strand waren, war wohl die Übung beendet, siehe Foto (2400 mm Zoom).
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ES_01367.JPG (48.49 KiB) 109 mal betrachtet
Am Stagno die Sammler von Vongole (Venusmuscheln) ihrer Arbeit nachgingen. Spaghetti mit Vongole ist natürlich ein Hit. Einer machte es absolut Rückenschonend.
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ES_01372.JPG (120.18 KiB) 109 mal betrachtet
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Vongole.JPG (63.65 KiB) 109 mal betrachtet
Ab Mittag hatten sich die Wolken endgültig verzogen und die Sonne hatte kein Hindernis mehr, um Meer und Strand intensiv zu bescheinen. Das Meer fühlte sich merklich wärmer an und so ging ich wieder mit meinem Solarpoolthermometer in das Wasser. 24 Grad zeigte es gegen 15.00 Uhr an, bei einer Wassertiefe von ca. 1,50 Meter. Ich hätte nicht gedacht, dass es sich so schnell erwärmt.
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bei der Arbeit.
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Natürlich waren weniger Menschen am Strand, aber war gut besucht. Auf dem Meer trieb auf die Küste ein großer Plastikfetzen. Mittels eines Stockes konnte ich das "Ungetüm" bergen.
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kein Fischernetz
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Re: aus meinem Tagebuch, 07. Juni 2022

Beitrag von eckart » 07.06.2022, 21:40

Strandtag.

Eigentlich wäre nun schon alles gesagt. Man liegt und sonnt sich, spielt mit den Hunden oder mit der Frau Kniffel. Geht in das Wasser und dann geht es von vorne los. Eventuell erst mit der Frau Kniffel spielen und dann mit den Hunden.

Aber so war es nicht. Der Sand heiß. Gute 5 Meter vom Wasser entfernt melden die Sensoren der Füße, zieh Schuhe an. Ich weiß jetzt nicht, wann die Sensoren der Hundepfoten sich melden. Der Kopf des Hundes sieht Ball und alles andere hat ruhig zu sein. So mein Empfinden. Also nichts mit "ist eigentlich zu heiß, um den Ball dort holen zu wollen". Sie will aber, dass ich werfe. Und nicht zu kurz werfen, Strecke machen möchte sie dabei auch. Jedoch sind die Kontakte der Hundepfoten mit dem Sand wesentlich kürzer als die unseren beim Laufen. Ein paar Mal geht also. Und obwohl Bella eigentlich die eher "ich mache mein Ding" ist und Gino der Kuschelhund ist. Wenn ich in das Wasser gehe, dann zeigt Bella Sorge, "wo will er hin?" und möchte am liebsten mitschwimmen, aber dann doch nicht wieder. Sie ist ja auch kein Wasserhund, sondern ein Hütehund für Schafe und die stehen bekanntermaßen nicht im Wasser.
Aber sie kommt nun bis an die Wasserkante. Und die Wellen hatten an Höhe zugenommen. Diese stürzten somit über sie und kühlten nicht nur ihre Pfoten. Ich musste, durfte (denn das Wasser war einfach herrlich) nur lang genug drinbleiben. Mich von den Wellen an Strandnähe treiben, wieder rausschwimmen und so weiter. Die Freude war immer groß, wenn ich wieder rauskam.
Und dann trifft man nette Menschen. Aktuell ist der Strand vorwiegend von Seniorinnen und Senioren besucht. Das ist gut so, denn so ist die Discomusik erst einmal vom Tisch. Ein Ehepaar fragte uns, ob wir vom Sabbie heruntergekommen waren, ob wir da oben unser aktuelles Domizil hätten. Wir bejahten und es stellte sich heraus, vor 40 Jahren waren Sie auch dort. Ihre Beschreibung zum Bungalow deckte sich allerdings (zum Glück für uns) nicht. Aber ich weiß, da ich seit 2009 hier jedes Jahr ich bin, wie viel Fleiß, Energie und Liebe in diese Hotelanlage fließt.
Für mich ein Paradies auf Lebenszeit.
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